Oberliga:
Neerstedt geht mit Rumpftruppe in Edewecht leer aus

TVN-Handballer verlieren 24:27 – Rückraumspieler Eike Kolpack ragt mit 13 Treffern heraus

Edewecht/Neerstedt Mit einer Rumpftruppe konnten die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt am Sonnabend nicht viel ausrichten: Beim VfL Edewecht unterlag die Mannschaft von Trainer Jörg Rademacher mit 24:27 (11:16) und fiel damit auf den siebten Tabellenplatz zurück.

Der Gäste-Coach sah am Ende in Edewecht auch den verdienten Sieger: „Wir sind mit dem letzten Aufgebot angetreten und haben alles gegeben. Hinten raus hat uns leider die nötige Kraft gefehlt. Dafür, dass uns vier Stammspieler fehlten, haben wir hier ein gutes Ergebnis erreicht – Hut ab dafür.“ Edewechts Spielertrainer Niels Bötel sagte in seiner Spielanalyse: „Neerstedt war der erwartet unangenehme Gegner, der uns mit seiner offensiven Deckung viele Probleme bereitet hat. Die Hauptsache aber ist, dass wir den vierten Platz verteidigt haben.“

Besonders in der Anfangsphase der Partie boten beide Teams keinen Handball-Leckerbissen. Vieles blieb Stückwerk. Besonders Neerstedts Rückraumspieler Eike Kolpack (13 Tore) bekam die VfL-Defensive nur schwer in den Griff. Erst nach 13 Minuten traf Lasse Maaß – mit sechs Toren bester Edewechter Angreifer – beim 6:6 zum ersten Ausgleich und leitete damit die beste Phase der Edewechter ein. Krzysztof Gasiorowski im VfL-Tor wurde von Angriff zu Angriff sicherer und sorgte dafür, dass sich die Ammerländer bis zur Halbzeit auf 16:11 absetzen konnten.

Bis zur 40. Minute bauten die Edewechter die Führung sogar auf 22:15 aus. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken schien es jedoch so, dass die Gastgeber das Tempo zu früh aus der Partie genommen hatten. Nach Kolpacks Treffer zum 22:17 in der 43. Minute ließen beide Teams die Zuschauer bis zur 50. Minute auf den nächsten Treffer warten. Während bei den Neerstedtern eine Vielzahl von Anspielen an den Kreis keinen Abnehmer fand, blieb Kolpacks Wurfgewalt stets ein probates Mittel. Als sich dann auch Torhüter Tristan Depenbrock steigerte, war die Partie wieder spannend. In Überzahl kamen die Gäste auf 23:20 heran. Dann aber kehrte auch bei den Edewechtern die Sicherheit zurück. Angeführt von Thio Remmers, der in der Schlussphase als Torschütze glänzte, machten die Gastgeber spätestens mit dem 26:22 (57. Minute) alles klar.

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