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Selbst im Winter heiß auf Motorräder

Rund 60 Teilnehmer beim 22. Oldenburger Nikolaustreffen in Nuttel – Gäste aus Kaiserslautern

Viele fahren pfiffige Eigenkonstruktionen. Das Grünkohlessen gehört zum Treffen in Nuttel dazu.

Nuttel Der Garten von Uwe Stefan in der Ortschaft Nuttel stand am zweiten Adventswochenende ganz im Zeichen von urigen Zweirädern und meist Männern in lederner Motorradfahrerkluft. Der Grund dafür: das 22. Oldenburger Nikolaustreffen. Ein Grund mehr zum Feiern angesichts der Schnapszahl.

Insgesamt gesehen eine illustre Runde, die Uwe Stefan am Grambergsweg beherbergte. „Es dürften knapp 60 Motorradfreunde sein, die diesmal zu uns gekommen sind“, erklärte der Gastgeber und blickte zufrieden in die Runde rund um das wärmende Feuer im Garten.

Da wallten lange Nikolausmäntel von den Schultern, andere hatten noch ihre Lederbekleidung an, die zeigte, dass es sich hier nicht um zimperliche Motorradfahrer handelt, sondern um Fahrer, die auch im Winter unterwegs sind.

Zu dieser Gattung Motorradbegeisterter gehört auch Uwe Stefan, der schon im Winter Touren im verschneiten Skandinavien hinter sich brachte. Das alles nur mit Zelt, Schlafsack und dem Notwendigsten.

Entsprechend sah es dann auch im Garten bei Stefans aus. Ob die Liege mit Zeltdach oder ein ganz normales Faltzelt: Die Vehikel waren meist nicht nur einfache Motorräder, sondern pfiffige Eigenkonstruktionen, ausgerüstet mit allem, was man zum Überleben in der „Wildnis“ braucht.

Die weiteste Anfahrt hatten Teilnehmer aus Kaiserslautern und dem Raum Koblenz. Den kürzesten Weg dagegen hatte Uwe Stefans Schwiegervater Hans-Gerd Specketer. Er kam auf seiner Triumph-Zweiradkonstruktion, bei der der Keilreimen auf das Hinterrad wirkt, die 50 Meter angeknattert. „Die habe ich schon 50 Jahre. Ist aber viel älter“, meinte er. Gemächlich zu Fuß folgten seine Frau Etta und Irene Thiede. Sie werden nur die „Motorrad-Omas“ genannt.

Am Ende kamen sie alle vor allem wegen des leckeren Grünkohlessens nach Nuttel. Da wurde geschlemmt und die Benzin-Geschichten machten eine Runde nach der anderen.

„Das ist auch Sinn und Zweck unserer Treffen. Wir brauchen kein Programm. Der Austausch und die Fachsimpelei sind das Ziel und die Termine für die nächsten Motorradtreffen über das Jahr“, erklärte Stefan.

Am Sonntagvormittag kehrte wieder Ruhe in Nuttel am Grambergsweg ein. Alles war aufgeräumt und am Nachmittag war Familie Stefan schon wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Neerstedt anzutreffen.

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08.12.2015
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