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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

„ ... und jetzt keinen mehr vorbeilassen“

11.01.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-01-11T10:10:35Z 280 158

Reportage:
„ ... und jetzt keinen mehr vorbeilassen“

Sandkrug Um 7.15 Uhr klingelt am Sonntagmorgen der Wecker. Während das Teewasser kocht, dehne ich mich ein wenig. Nach einem leichten Frühstück – schließlich soll mein Körper ja in wenigen Stunden Höchstleistung bringen – fahre ich los.

9.15 Uhr: Nach einigem „Hallo!“ und „Wie fühlst du dich?“ mache ich mich ans Aufwärmen. Um dem Gedränge zu entgehen, trabe ich in den Wald – und muss mich auf jeden Schritt konzentrieren. Eine rutschige, unebene Eisdecke nimmt den Waldboden in Beschlag. Die Streckenverlegung auf die Straße war die richtige Entscheidung.

10.15 Uhr: Startschuss für die 11,5 Kilometer. Es geht los! Ich versuche, „mein“ Tempo anzuschlagen und eine passende Gruppe zu finden. Positionskämpfe bleiben zum Glück aus, die Straße ist ja breit genug.

10.23 Uhr: Nach zwei Kilometern fühle ich mich gut – bis ich auf die Uhr schaue. „Zu schnell“, denke ich – und schon fällt das Laufen schwerer.

10.30 Uhr: Ein Streckenposten hat sein Autoradio aufgedreht und beschallt die Läufer mit einem Michael-Jackson-Song. Starke Idee! Zuschauer sehe ich wenige – nur ein paar Anwohner stehen im Vorgarten und beobachten die hechelnde Meute.

10.36 Uhr: Langsam wird es anstrengend. Wir passieren ein Autohaus – und ich träume vom bequemen Sitzplatz am Gaspedal: „Nur einen Kilometer...“
10.43 Uhr: Oha, ein Berg! Zumindest für hiesige Verhältnisse – und das merkt man. Auf der Autobahnbrücke trennt sich die Spreu vom Weizen. Meine Gruppe fliegt völlig auseinander.

10.50 Uhr: Ich versuche, ein angenehmes Tempo zu finden. Instinktiv bleibe ich aber immer an den Läufern dran, die mich überholen – bis ich nach ein paar Metern merke, dass sie zu schnell sind.

10.54 Uhr: Nur noch zwei Kilometer. Aufrichten, Arme durchschwingen – und jetzt keinen mehr vorbeilassen!

11.02 Uhr: Die Zielgerade an der Schultredde ist gesäumt von Zuschauern – gefühlt Tausende – und alle jubeln mir zu. Davon getragen fliege ich ins Ziel – Geschafft!