16.07.2012

Beachhandball
Wildeshauser Bumblebees gehen im Finale leer aus

450 Kubikmeter Sand für German Open in Bremen – BonnBons werden Frauen-Sieger

GF

BREMEN Die erfolgsverwöhnten Beachhandballerinnen aus Wildeshausen sind am Wochenende beim Finale der German Open leer ausgegangen. Auf dem Außengelände des Einkaufszentrums Waterfront verpassten die Bumblebees den Sprung auf einen der vorderen Ränge. Auch die Sandmöpse Neerstedt platzierten sich in Bremen nicht ganz vorn. Besser lief es dagegen für die Varel Dynamites mit den beiden Neerstedtern Thomas Schützmann und Stefan Timmermann, die das spannende Finale gewannen.

„Es war wieder ein rundum gelungenes Turnier mit sehenswertem Sport. Leider hat am ersten Tag das Wetter nicht ganz mitgespielt, aber der Regen hat uns am Finaltag glücklicherweise in Ruhe gelassen“, erklärte Organisator Wolfgang Sasse. Dass es beim Sport im Sand auch ganz ohne Strand und Meer geht, haben der Bremer Volleyball-Verband und der Beach-Handballverein Nordwest auch bei den kürzlich zu Ende gegangenen Bremer Beach-Sporttagen unter Beweis gestellt. „Wir haben uns unseren Strand selbst gebaut“, sagte Waterfront-Manager Peter Schneider. 450 Kubikmeter waren dafür erforderlich.

Doch all der Einsatz für ein möglichst perfektes Ambiente für die besten Beachhandball-Teams Deutschland verlieh den Bumblebees keine Flügel. Die deutschen Meister von 2011 verloren in der Vorrunde gegen die späteren Sieger BonnBons (0:2) und gegen amüsand Köln (0:2). Sie gewannen lediglich gegen die Sandmöpse Neerstedt (2:1). Das genügte nur zum letzten Gruppenplatz, denn die Neerstedterinnen schlugen überraschend Bonn und landeten auf dem dritten Rang. Beide Landkreis-Teams spielten damit am Sonntag nur um die Plätze fünf bis acht.

Die Bumblebees betrieben dann ein wenig Schadensbegrenzung und wurden nach 2:0-Erfolgen gegen Paulis Strandpiraten aus Bremen-Nord sowie gegen Neerstedt in der Endabrechnung Fünfter, einen Rang vor den Strandmöpsen.

Bei den Männern war es ein glatter Durchmarsch für die Varel Dynamites. Versehen mit den Neerstedter „Leihspielern“ Schützmann und Timmermann mogelte sich die Auswahl zu Beginn gegen die starke Nachwuchsmannschaft des HC Bremen zu einem 2:0. Es folgte ein hauchdünnes 2:1 nach 7:6 im Shoot-Out gegen die 12 Monkeys aus Köln. Aufgrund der 0:2-Pleite gegen die Sandelfen Burscheid wurde Varel Gruppenzweiter und bekam es im Semifinale mit den Beach Boys Köln zu tun. Dabei setzten sich die Norddeutschen mit 14:13 und 18:16 durch.

Im Endspiel nahmen die Dynamites beim erneuten Aufeinandertreffen gegen die Sandelfen Burscheid erfolgreich Revanche für die Vorrunden-Niederlage. Nach den ersten beiden Sätzen (12:16 und 14:8) musste das Shoot-Out die Entscheidung herbeiführen. Im Entscheidungswerfen hatte Varel beim 5:0 eindeutig die Nase vorn und sicherte sich den Turniersieg der German Open.

Im nächsten Jahr soll es laut Sasse auch ein Turnier in Wildeshausen geben. Das Finale der German Open findet 2013 in Lemgo statt.

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