Bürgermeisterwahl:
Aus Fünfkampf wird jetzt ein Duell

Christian Pundt und Jörg Skatulla setzen sich im ersten Wahlgang durch

Der Kirchhatter Christian Pundt gewann elf der 13 Wahlbezirke. Mit 42,41 Prozent der gültigen Stimmen war sogar die absolute Mehrheit in Reichweite.

Kirchhatten Als Sieger des ersten Wahlgangs zur Kür des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters kann sich der Kirchhatter Christian Pundt fühlen. Der von der SPD unterstützte Kandidat holte 2819 Stimmen (42,41 Prozent der abgegebenen Stimmen; mit Briefwahl). Gemeinsam mit seinem stärksten Mitbewerber, dem Sandkruger Jörg Skatulla (parteilos), wird er sich am Sonntag, 15. Juni, in der notwendig gewordenen Stichwahl duellieren.

„Das ist ein hoch erfreulicher Abend, schließlich habe ich bis auf zwei alle Wahlbezirke gewonnen“, lautete Pundts erster Kommentar zur NWZ , unmittelbar nachdem um 20.15 Uhr das Ergebnis des letzten noch verbliebenen Bezirks im Ratssaal veröffentlicht worden war. Der Sandkruger Jörg Skatulla schöpft aus dem Ergebnis ebenfalls neue Motivation, auch wenn er mit 1843 Stimmen (27,73 Prozent) doch einigen Abstand hinnehmen musste. „Kurz verschnaufen und dann in den Endspurt“, skizzierte er seine Strategie für die kommenden drei Wochen.

Der CDU-Bewerber Manfred Huck aus Dingstede holte 913 Stimmen (13,73 Prozent) und hatte genauso wie Enrico Dickmann (780 Stimmen; 11,73 Prozent) und Dieter Lammers (291 Stimmen; 4,37 Prozent) sicherlich mehr erwartet.

Die Wahlbeteiligung lag bei der Bürgermeisterwahl bei 59,90 Prozent. Davon profitierte auch die Europawahl: Mit 50,33 Prozent stieg die Zahl der Wähler um 12,71 Prozentpunkte. Der Anteil der Briefwähler war mit zehn Prozent relativ hoch, in der letzten Woche vor der Wahl habe sich allerdings nicht mehr allzu viel getan, berichtet Gemeindewahlleiterin Heike Kersting. „Die Wahlbeteiligung war um 10.30 Uhr schon so stark wie bei der vorigen Landtagswahl“, berichtete sie.

Für eine Europawahl an einem Tag, der so sonnig ist, ein Traumergebnis. Es dürfte vor allem das Rennen der fünf Bewerber um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters sein, das in Hatten die Wahlberechtigten an die Urnen gelockt hat.

Um 18.15 Uhr betrat als erster der fünf Kandidaten Enrico Dickmann begleitet von seiner Familie das Rathaus-Foyer. Ein klein bisschen kribbele es schon, sagte er. Eine gute Viertelstunde später traf Jörg Skatulla in Begleitung seiner Söhne und Freunde ein. Beide Mitbewerber begrüßten sich freundlich per Handschlag, es folgte ein bisschen Small-Talk, während sich langsam das Foyer und der Ratssaal mit Bürgern füllten. EDV-Mitarbeiter Christian Dragon warf dort die aktuellen Zahlen aus den bereits ausgezählten Wahllokalen an die Wand. Gegen 19 Uhr drängelten sich über 100 interessierte Bürger in dem schwül-warmen Ratssaal. Bürgermeisterin Elke Szepanski ließ es sich nicht nehmen, die einzelnen Ergebnisse aus den Wahlbezirken vorzulesen. Um 19.15 Uhr zeigten die Zahlen bereits einen stabilen Trend: die Stichwahl zwischen dem Kirchhatter Christian Pundt (SPD-unterstützt) und dem Sandkruger Jörg Skatulla (parteilos) wurde von Minute zu Minute immer wahrscheinlicher.

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Werner Fademrecht

Hatten
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