Fälle Im Kreis Oldenburg:
Giftköder? Hunde kämpfen ums Überleben

Nach Gassigehen innere Blutungen – Trotz Notoperation noch keine Entwarnung

Innere Blutungen nach dem Gassigehen: Zwei Hunde sind nach einem Spaziergang von Höven nach Sandkrug schwer verletzt. Rattengift könnte dahinterstecken.

Sandkrug/Höven Es ist der Albtraum eines jeden Hundefreundes. Giftköder, die an beliebten Strecken ausliegen und während des Gassigehens von den Vierbeinern gefressen werden. Auf der Strecke zwischen Höven und der Sandkruger Eisenbahnbrücke – und zwar auf der Waldseite – haben zwei Hunde des Ortsbrandmeisters Jürgen Dallmann am Montagmorgen höchstwahrscheinlich solche Köder verschluckt.

Elfie, eine fünf Jahre alte Australian-Shepherd-Hündin, und Baloo, ein siebenjähriger Ridgeback-Leonberger-Mischling, kämpfen seitdem ums Überleben. „Beide Hunde haben sich übergeben, leiden unter blutigem Stuhlgang und völliger Appetitlosigkeit“, beschreibt Dallmann die Symptome. Beide Hunde, die im Hundesportverein Hatten aktiv sind, befinden sich seit Dienstag in tierärztlicher Behandlung. Das Problem: Viele Gifte lassen sich im Blutbild nicht oder nur sehr schwer nachweisen. „Unsere Tierärztin geht davon aus, dass die Hunde Rattengift gefressen haben“, sagt der Sandkruger. Beide Vierbeiner haben deshalb Infusionen und ein Gegenmittel erhalten. Einer der Hunde musste noch am Dienstag notoperiert werden.

Ob die beiden Hunde letztendlich die Folgen der Vergiftung überleben werden, steht dennoch in den Sternen. Erst in vier bis fünf Wochen lässt sich absehen, wie stark die inneren Organe der Vierbeiner angegriffen worden sind. Dallmann selbst hat jetzt Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt.

Bereits vor ein paar Tagen war im sozialen Netzwerk Facebook und auf der Internetseite Giftköder-Radar von Hundehaltern vor möglichen Gefahren im Bereich Tungeln (am Deich) und in der Nähe des Oldenburger Utkiek gewarnt worden. Die Polizei hatte bislang keine Kenntnisse von einer entsprechenden Gefährdung.


  www.giftkoeder-radar.de 

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel
  PeterZeh 24.04.2015, 10:26:56
Es ist eine absolut üble Tat, Giftköder auszulegen. Ich hoffe, der Täter wird gefasst und hart bestraft. Auch wenn die Hoffnung darauf relativ gering ist.
Ein wenig wundere ich mich allerdings, daß die Hunde unbemerkt vom Herrchen die Köder fressen konnten. Wegen des z.Zt. geltenden Leinenzwangs muß er sich doch in unmittelbarer Nähe der Tiere aufgehalten haben...

Über den Autor

Werner Fademrecht

Hatten
Redaktion Wardenburg
Tel.: 04407 9988 2731
Fax: 04407 9988 2739

Artikel

Mehr zu ...

Newsletter

Das Team vom NWZonline Newsletter

MONTAGS BIS FREITAGS

die wichtigsten Nachrichten vom Tage in Ihrem Postfach.
article
b674dcb2-e9bb-11e4-8120-c07a5ef7748b
Fälle Im Kreis Oldenburg
Giftköder? Hunde kämpfen ums Überleben
Innere Blutungen nach dem Gassigehen: Zwei Hunde sind nach einem Spaziergang von Höven nach Sandkrug schwer verletzt. Rattengift könnte dahinterstecken.
http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/politik/giftkoeder-hunde-kaempfen-ums-ueberleben-giftkoeder-hunde-kaempfen-ums-ueberleben_a_27,0,418792327.html
24.04.2015
http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2014-2016/Produktion/2015/04/24/LANDKREIS/HATTEN_1/Bilder/hundgras.jpg
Politik,Fälle Im Kreis Oldenburg
Politik

Kreis Oldenburg

Arbeit

Betriebe suchen noch Lehrlinge

Ganderkesee Der Drang zum Studium hält nach wie vor an. Doch nicht alle Bereiche sind gleich stark vom Rückgang betroffen.