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Urgeschichte:
Auf die Megalithstraße einbiegen

WILDESHAUSEN Dr. Beate Bollmann hat am Donnerstag den Wildeshauser Stadtrat mit ihrem Vortrag über ein mögliches „Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen“ begeistert. Auf rund 4000 Quadratmetern Fläche schlug sie im Süden der Stadt ein Informationszentrum samt Außenbereich vor, ausgelegt auf 15 000 Besucher im Jahr. „Ich habe hier selten ein so überzeugendes und schlüssiges Konzept vorgetragen bekommen“, lobte UWG-Ratsherr Rainer Kolloge. CDU-Fraktionschef Dr. Volker Pickart unterstützte die Planung „voll und ganz“. Schließlich seien die Großsteingräber und das Pestruper Gräberfeld ein Alleinstellungsmerkmal für Wildeshausen: „Für die Experten genauso wichtig wie Stonehenge“, meinte der Christdemokrat.

 Der Stadtrat nahm deshalb die Machbarkeitsstudie des Vereins Urgeschichtliches Zentrum um die Vorsitzende Svea Mahlstedt nicht nur zur Kenntnis, wie zunächst geplant. Er ergänzte den Beschluss um die Aussage, die Pläne zu unterstützen, und bat die Verwaltung, die Möglichkeiten der Unterstützung zu prüfen. Nur die Grünen enthielten sich. Traute Sandkuhl fand das Konzept nicht schlüssig.

Dr. Bollmann, sehr erfahren in der Museumsberatung, stellte detailliert dar, wie sie den urgeschichtlichen Schatz der Stadt heben würde. Bisher fehle eine „angemessene Präsentation“ der ausgesprochen großen Häufung der prähistorischen Monumente, sagte sie. Die Expertin setzt bei der Realisierung auf die Kooperation mit der „Straße der Megalithkultur“ (SMK). Deren Träger haben sich nämlich in einem Masterplan im Herbst 2010 die Schaffung eines Besucherzentrums auf die Fahne geschrieben. Es gebe deutliche Überschneidungen bei den Zielen, so die Expertin. Daher wäre eine Zusammenführung sinnvoll. Wildeshausen biete sich als zentraler Ort innerhalb der Straße mit wichtigen archäologischen Monumenten an, zudem sei das Pestruper Gräberfeld einmalig.

Bollmann schwebt moderne Wissensvermittlung vor, erlebnis- und handlungsorientiert. Angesichts von landesweit 65 archäologischen Museen sei ein eigenes Profil gefragt, was mit dem Thema „Bestattungskultur“ gegeben wäre. Hier könnte man zeigen, wie die Monumente errichtet wurden, wie der kulturelle Kontext aussah, die Methoden der Archäologen schildern und den Gegenwartsbezug herausarbeiten.

Die Museumsberaterin machte deutlich, dass die Realisierung der Machbarkeitsstudie ein weiter Weg sein werde. Dabei sei die Unterstützung der Stadt auf vielen Ebenen gefragt, bei der Einwerbung von Fördermitteln, bei der Planung oder mit Personal. Das Projekt habe „ein sehr interessantes Potenzial, es ist vielleicht eine einmalige Chance“, so Beate Bollmann über die Kooperation mit der Megalithstraße. Sie stellte aber auch klar: Allein könne der Verein UZW ein derartiges Zentrum nicht tragen.

Das Informationszentrum soll ein rund 1000 Quadratmeter großes Gebäude sein mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Bewirtung und Service. In einem Außenbereich von 2200 Quadratmetern könnte eine erlebnisorientierte Präsentation von Großexponaten entstehen. Der Standort sollte in Nähe der Monumente liegen, zwischen dem südlichen Rand des Stadtgebietes und dem Gräberfeld.

Beim Betrieb setzt Museumsberaterin Bollmann auf die Kooperation zwischen Förderverein UZW und Straße der Megalithkultur (SMK). Bei 15 000 Besuchern im Jahr sei ein wirtschaftlicher Betrieb möglich, dessen Kosten sie auf rund 215 000 Euro taxierte. Dabei geht sie auch vom Einsatz von rund 40 ehrenamtlichen Kräften aus. Für das Informationszentrum kalkuliert sie mit Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro, für den Außenbereich weitere 572 000 Euro. Die Träger der SMK gehen bei ihrer Planung für ein Besucherzentrum von 2,2 Millionen Euro aus.

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