Wirtschaft:
Bei Modernisierung mitmischen

Uwe Westphal aus Ganderkeseer Meyer-Gruppe reist in den Iran

Der Vertriebsleiter von G&M-Automation nimmt an einer Delegationsreise teil. Das Programm ist vollgepackt.

Urneburg „Da müssen wir einen langen Atem haben“, ahnt Unternehmer Harald Meyer. Der erste Schritt steht bevor: Uwe Westphal, Vertriebsleiter der G&M Automation GmbH, einer Tochter der Ganderkeseer Meyer-Technik- Unternehmensgruppe, reist an diesem Freitag mit einer mehr als 100-köpfigen Delegation in den Iran.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) führt die Abordnung an. Allein aus dem Oldenburger Land liegen 16 Anmeldungen vor, sagt Westphal beim Blick ins Programmheft, das das Ministerium für die Tour nach Teheran zusammengestellt hat. Nach der Beilegung des Atomstreits mit dem Mullah-Regime und dem Ende des Embargos klopfen Wirtschaftsvertreter aus aller Welt an. „Es gibt einen enormen Investitionsstau“, weiß Westphal. Und: „Modernisierung, insbesondere bei der Automation, ist unser Thema.“

Der Diplom-Ingenieur hat sich penibel auf die fünftägige Reise vorbereitet: Es gab ein Treffen bei der IHK Hannover, außerdem einen Empfang mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Majedi. Westphal versucht, über drei Wege Kontakte zu potenziellen Wirtschaftspartnern im Iran zu knüpfen. Er sei in Gesprächen mit einem Kaffeeunternehmen sowie mit der Firma Siemens, die bereits im früheren Persien tätig sei. Und drittens: Meyer hat kürzlich einen jungen Iraner eingestellt. „Er spricht die Landesprache und kennt die Kultur“, sagt Westphal. „Die Iraner sind sehr gastfreundlich.“

Für Sightseeing und Shopping auf Basaren wird dem Vertriebsleiter aber kaum Zeit bleiben. Das Programm in Teheran ist rappelvoll: diverse Unternehmensbesuche, unter anderem bei Siemens oder beim Baustoff-Hersteller Knauf, Besuch einer Industriemesse und Austausch mit Bankern über die finanzielle Abwicklung von Auslandsgeschäften. Gleich am ersten Tag in Teheran will Westphal auf einer Kooperationsbörse Ansprechpartner aus iranischen Firmen finden. Die Themenpalette ist vielschichtig. Wirtschaftsminister Lies hat angekündigt, auch die schwierige Frage nach den Menschenrechten nicht umgehen zu wollen.

Für den Ganderkeseer Vertreter steht Vertrauensbildung obenan. Einen kleinen Reisewortschatz hat er sich schon zugelegt: „Für das ’Dankeschön’ kann man auch ’Merci’ sagen“, verrät Westphal.

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