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Modernisierung:
Betagter Fernsehturm wird Gittermast weichen

Steinkimmen Seit mehr als fünf Jahrzehnten trotzt er dem Sturm und ragt weithin sichtbar aus der ebenen Landschaft: der Fernsehturm Steinkimmen. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern versorgt er die Region Unterweser mit Radio- und TV-Programmen. Nun soll er weichen. Wie der Eigentümer des Antennenträgers, der Norddeutsche Rundfunk (NDR), am Donnerstag mitteilte, ist die Errichtung eines neuen Masts in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden vorgesehen, ehe der alte abgetragen wird.

Ein Grund für den Neubau seien neue statische Auflagen für solche Bauwerke, erläuterte Horst-Dieter Meyer, Leiter der Abteilung Sendertechnik beim NDR. Hinzu komme, dass – wegen einer geänderten Windzonen-Einstufung der Region – die anzunehmende Windlast gestiegen sei. Diesen Veränderungen könne man zwar durch Umbauten Rechnung tragen, aber das „wäre fast genauso teuer“ wie ein Neubau.

Einst höchstes Bauwerk Deutschlands

Höchstes Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland war der im Volksmund als „Fernsehturm“ bezeichnete Antennenträger Steinkimmen bei seiner Inbetriebnahme am 6. August 1956. Mit seinerzeit einer Höhe von 298 Metern wurde das Bauwerk sogar im europäischen Vergleich nur vom zwei Meter höheren Eiffelturm überragt.

Später wuchs der zwei Meter dicke und bis in 265 Meter Höhe begehbare Stahlrohrmast auf 305 Meter an, wurde inzwischen aber von der Spitze der Rangliste der höchsten Bauwerke verdrängt.

Von Steinkimmen aus wird die Region Unterweser bei einer Reichweite von 100 Kilometern heute mit fünf UKW-Programmen des NDR, zwei privaten UKW-Programmen und allen Digitalradio-Programmen des NDR versorgt. Zudem werden mehr als 20 DVB-T-Programme für den Großraum Bremen-Oldenburg verbreitet.

Meyer geht bei den Kosten von einem siebenstelligen Betrag aus. Vorgesehen sei, den aktuell etwa 300 Meter hohen, stählernen Rohrmast durch einen 285 Meter hohen Gittermast, ebenfalls aus Stahl, zu ersetzen. Der Neubau sei „ein bisschen filigraner“, aus der Nähe könne man durch das Gitter hindurchsehen. Er werde ein erheblich geringeres Stahlgewicht haben, auch sei er besser zu warten als der bestehende Mast.

Wann die Arbeiten auf dem Gelände in Steinkimmen beginnen, hänge vom Genehmigungsverfahren ab. Meyer rechnet aktuell damit, dass der neue Antennenträger „nicht vor 2015“ in Betrieb geht. Der Bau selbst nehme etwa ein halbes Jahr in Anspruch, das anschließende Abtragen des alten Mastes dauere rund acht Wochen.

Was die Sicherheit anbelangt, „braucht sich niemand Gedanken zu machen“, sagte Meyer. Die Bauwerke hätten „erhebliche statische Sicherheiten“. Er gehe davon aus, dass der Neubau bis in etwa 100 Meter Höhe mit Hilfe eines Krans erstellt wird, danach werde er mit Hilfe eines Ladebaums in einzelnen „Schüssen“ weiter wachsen. Verkehrsbehinderungen erwartet Meyer nicht.

Der NDR begründet den Schritt in einer Pressemitteilung mit der Bedeutung des Senderstandorts für die terrestrische Versorgung mit Hörfunk- und Fernsehprogrammen im nordwestlichen Niedersachsen. Diese sei „von zentraler Bedeutung“.

Um die Bevölkerung in die Überlegungen einzubeziehen, will der NDR im Rahmen der Mitgliederversammlung des Ortsvereins Steinkimmen öffentlich informieren. Die Sitzung findet am Freitag, 1. Februar, ab 19 Uhr in der Waldschänke Steinkimmen statt.

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