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Vortrag:
Imker geht für Bienen in die Offensive

Ganderkesee Die Leidenschaft für sein Handwerk war ihm in jeder Sekunde anzumerken: Imker Götz Neuber nahm am Mittwochabend im Haus Müller im Rahmen seines Vortrages „Risiko und Chance zeitgenössischer Imkerei“ kein Blatt vor den Mund. Etwa 40 Zuhörer – darunter einige Imkerkollegen – lauschten gebannt, wie der 74-jährige Dötlinger über die Bedeutung der Biene für Mensch und Natur und die Gründe für das aktuelle Massensterben des drittwichtigsten Nutztieres nach Rind und Schwein referierte.

Die Gründe für die massive Bedrohung der Bienenpopulationen in China, Nordamerika und Europa seien vielfältig: Durch die Zunahme von Bioziden auf Feldern werde der Orientierungssinn der Tiere beeinträchtigt. „Seit 100 Millionen Jahren haben sich die Bienen kaum verändert. Sie haben keine Chance, sich anzupassen und gegen diese Gifte und andere Umwelteinflüsse zu wehren“, erklärte Neuber. Hinzu komme der gesteigerte Einsatz von Schädlingsorganismen, „die in den ungeschützten Bienenpopula-tionen Infektionsherde verursachen, die sich schnell auch auf andere Populationen ausbreiten“, beschrieb der langjährige Dozent der regioVHS in Ganderkesee.

Doch auch die Imkerei trage durch die Überzüchtung auf maximalen Ertrag zu Schwachstellen im Genpool der Tiere bei, betonte der in Klattenhof lebende Imker. Seit 25 Jahren betreibt der ehemalige Referent für Städtebau beim Bremer Senat die Imkerei als Hobby, besitzt 15 Bienenvölker und engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit der Imkerschaft.

„Das Bienensterben ist im allgemeinen Bewusstsein noch gar nicht angekommen“, beklagte Neuber die zu geringe Lobby der Tiere in Gesellschaft und Politik. Die 800 000 Euro, die das Landwirtschaftsministerium zur Verfügung stellt, seien nur ein Bruchteil dessen, was für entsprechende Forschungsvorhaben zum Schutz der Bienen nötig wäre, kritisierte er.

Die Biene nehme durch die Pflanzenbestäubung eine Schlüsselposition im Naturhaushalt ein, sei nicht nur Honigproduzent, sondern ihre Produkte wie Wachs, Propolis (Kittharz) oder Gelée Royale würden in vielen Lebensbereichen wie der Medizin oder der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie eingesetzt. „Ich lerne und staune immer wieder über diese faszinierenden Tiere“, schwärmte der 74-Jährige.

Um das Bienensterben einzudämmen, müsse die Wissenschaft mit der Öffentlichkeit Hand in Hand gehen. „Neben der wissenschaftlichen Ursachenforschung muss die gesellschaftliche Wertigkeit der Biene deutlich steigen“, forderte Neuber.

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