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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Milchpreis bedroht die Existenz

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Protest Der Landwirte In Hude:
„Die Verbraucher treten uns Landwirte mit Füßen“

Hude „Die Verbraucher stimmen an der Ladentheke ab und treten uns Landwirte mit Füßen“, ärgert sich Renke Dählmann. Der Linteler ist enttäuscht. „Der Handel stiehlt sich aus der Verantwortung mit dem Hinweis, sie könnten nun einmal nicht anders“. Er und viele weitere Landwirte standen am Sonnabend vor sämtlichen Discount-Märkten in Hude, um auf ihre brenzlige Situation aufmerksam zu machen.

Gespräche vor dem Supermarkt

„Aber braucht man Milch zum Leben?“, fragte Lars Müller. Der Huder lebt seit einigen Jahren vegan und kann seitdem guten Gewissens und guter Gesundheit auf Milch verzichten, sagt er. Es begann ein offenes Gespräch zwischen Veganer und Landwirt.

Die Milch sei die Grundlage für ihr Leben, erklärte Jannis Witte. Natürlich könne man darauf verzichten, „aber die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten ist ja da“, so Witte.

Ausschließlich Bio ginge nicht, sonst gebe es nur halb so viele Erträge, fügte Frerk Haverkamp hinzu, „und es wäre nicht möglich, Deutschland selbst zu versorgen.“

Den Tieren gehe es gut, sagten die Landwirte und luden den aufs Tierwohl bedachten Lars Müller zu einer Hofbesichtigung ein.

„Es ist erschreckend, wie der Großteil der Verbraucher die Landwirtschaft sieht“, findet Dählmann, „noch erschreckender finde ich allerdings, dass einige Verbraucher aus dem Geschäft kommen und sich anmaßen, uns Landwirten Vorwürfe zu machen, während sie selbst gerade das System mit ihrem Einkauf unterstützen, das Ursache für diese Fehlentwicklung ist“. Im Einkaufswagen lande in Plastik abgepacktes billiges Fleisch zu Super-Sonderpreis.

„Tierwohl gibt’s nicht zum Nulltarif“ – Das stand in großen Lettern auf dem Transparent, das Jannis Witte, Frerk Haverkamp und Simon Pape mitgebracht haben. Die drei angehenden Landwirte standen am Sonnabend für knapp eineinhalb Stunden auf einem anderen Discounter-Parkplatz in Hude. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es so nicht weitergehen kann“, sagt Witte. Der Hof seines Vaters in Lintel sei auf Milchviehhaltung spezialisiert, „und bei mittlerweile 27 Cent pro Liter Milch für uns Landwirte bleibt nicht mehr viel zum Leben übrig.“ Die Arbeit sei nicht einmal mehr kostendeckend.

In den letzten Jahren habe man in der Landwirtschaft viele Forderungen der Politik erfüllen müssen, die Lebensmittelkonzerne drückten die Preise und seitdem Russland einen Importstopp für europäische Agrarprodukte erlassen hat, gebe es die Milch durch ein Überangebot zum Spottpreis. Die landwirtschaftlichen Betriebe könnten ihre Produktion nicht von einen Tag auf den anderen einschränken.

Für die Milchbauern sei die momentane Situation existenzbedrohend. Angemessene und faire Preise für Milch- und Fleischprodukte sind gefordert. „Momentan fehlen uns 20 Prozent der Erträge, um kostendeckend Milchviehhaltung zu betreiben“, erklärt Jannis Witte. Ähnlich sieht es auch in der Schweine- und Geflügelhaltung aus.

Mit ihrem Anliegen trafen die drei jungen Männer auf zumeist offene Ohren, „es gab allerdings auch welche, die uns gesagt haben, sie wollen damit nichts zu tun haben“, berichtet Frerk Haverkamp.

„Ohne uns werden Sie nicht satt“, so der Slogan der neuen Initiative „eure Landwirte“. 129 Menschen würden heutzutage von einem Landwirt ernährt. Geschlossene Betriebe bedeuteten auch Versorgungs-Engpässe, so die Landwirte. „Das will keiner“, weiß Jannis Witte.

Die Landwirte sind nach dieser Proteststunde zu einer gemeinsamen Erkenntnis gekommen: „Es wird Zeit, dass die Landwirte wieder mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.“

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