Fasching In Ganderkesee:
Polizei zeigt im Umzug verstärkt Präsenz

Beamte aus Oldenburg reisen zur Unterstützung an. Am Einlass kann es zu Taschenkontrollen kommen. Der Personalansatz ist höher als in den vergangenen Jahren.

Ganderkesee Wo Tausende miteinander feiern, kann es zu Reibereien und auch Straftaten kommen – da stellt auch der Ganderkeseer Fasching keine Ausnahme dar. Doch von wirklichen Ausschreitungen oder gar Übergriffen auf Feiernde ist die bisherige Faschingssession verschont geblieben. Und das werde auch so bleiben, ist sich GGV-Vizepräsident Hennig Adler sicher. „Wir sind schließlich kein politischer Fasching.“

Dennoch: Die Polizei rüstet sich für den Umzugstag. „Der Personalansatz ist höher als in den vergangenen Jahren“, sagte Albert Seegers, Pressesprecher der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, auf Nachfrage der NWZ. Die eingesetzten Beamten würden durch Kollegen der Bereitschaftspolizei aus der Stadt Oldenburg verstärkt – wie vor mehreren Jahren schon einmal. Die Einsatzkräfte würden während des Umzuges an „neuralgischen Punkten“ eingesetzt und ansonsten Streife laufen. Möglich sind laut Seegers auch präventive Personenkontrollen – etwa bei hohem Alkoholisierungsgrad.

Auf Kontrollen einstellen müssen sich ganz besonders Minderjährige. Gemeinsam mit der Polizei werden Mitarbeiter des Landkreises Oldenburg entlang der Umzugsstrecke und im Festzelt über die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums aufklären und versuchen, Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz einzudämmen. Werden im Rahmen der Jugendschutzkontrollen Jugendliche mit Spirituosen erwischt, die sie noch nicht konsumieren dürfen, müssen sie damit rechnen, dass die Getränke einkassiert werden. Auch werde überprüft, wie die Jugendlichen an den Alkohol gelangt sind, kündigt der Landkreis an.

An Gewerbetreibende und Festwirte appellieren Kreis und Polizei, bei der Abgabe alkoholischer Getränke auch im Trubel des Faschings sorgsam zu sein. Zudem sollten Mitarbeiter auf die Jugendschutzbestimmungen hingewiesen werden. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld, so der Landkreis.

Für Sonnabend empfiehlt die GGV allen Umzugsbesuchern, sich am Sonnabend rechtzeitig vor dem Start (14 Uhr) an einer der Kassen einzufinden. Hier könne es zu stichprobenartigen Taschenkontrollen und somit zu leichten Verzögerungen beim Einlass kommen.


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