Planungsausschuss:
Raum für neue Bauplätze

Gremium stimmt für Änderungen – Mitglieder geehrt

Alte Grundstücke sollen neu bebaut werden können. Dafür legt der Ausschuss die Grundlagen.

WARDENBURG Auch ohne das Ausweisen eines neuen Baugebietes schafft die Gemeinde Wardenburg für ihre Bürger die Möglichkeit, neue Häuser zu bauen. Im Bebauungsplan Nr. 14. soll für den Bereich Breslauer Straße, Nordseite Danziger Straße und südlicher Teil Marienburger Straße die Baugrenze so verschoben werden, dass auf mehreren Grundstücken eine Hintergrundbebauung möglich ist. Parallel dazu wurde als zulässige Bauweise die Eingeschossigkeit festgeschrieben. Das Verfahren befindet sich allerdings noch ganz am Anfang.

Anders dagegen ist die Situation bei der 5. Änderung des Bebauungsplans Nr. 16 – Am Esch, Am Loh, Oldenburger Straße. Das im Sommer 2008 gestartete Verfahren ist so gut wie abgeschlossen. Der Ausschuss hat für die Grundstücke neue Mindestgrößen festgelegt. Da es erklärtes Ziel ist, im Dorf Tungeln und insbesondere am Dorfrand zu starke bauliche Verdichtungen zu vermeiden, wird durch die neuen Festsetzungen keine Bebauung mit Doppel- oder Reihenhäusern ermöglicht. Nur Einzelhäuser mit maximal zwei Wohnungen je Haus sind zulässig. Für alte landwirtschaftliche Gebäude, die in den Dachräumen größeren Platz bieten, sieht der Änderungsbeschluss bis zu vier Wohnungen vor.

Den Erhalt vieler alter Laubhölzer (Buche, Eiche, Erle) und Obstbäume hat eine Bebauungsplanänderung für den Vogelbusch zum Ziel. Auf einer alten Hofstelle könnten später Einfamilienhäuser auf mindestens 600 m² großen Grundstücken oder Doppelhäuser auf 900 m² entstehen. Auch dieser Vorlage stimmte der Ausschuss geschlossen zu.

Drei Jahrzehnte opfert der Umwelt- und Naturschutzexperte Dr. Remmer Akkermann bereits wertvolle Freizeit, um den Ausschuss für Planung und Entwicklung zu beraten. Aus diesem Anlass ist er auf der ersten Sitzung des neubesetzten Ausschusses von Bürgermeisterin Martina Noske und dem Vorsitzenden Detlef Sonnenberg geehrt worden. Eine Dankesurkunde erhielt auch Jörg Brandes. Der Litteler hat zehn Jahre als beratendes Mitglied mitgearbeitet, jetzt wechselte er die Seiten: Nach seiner Wahl zum Ratsherr bleibt der CDU-Mann im vertrauten Gremium – allerdings jetzt endlich auch stimmberechtigt.

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Werner Fademrecht

Hatten
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