Bauarbeiten -
Straßenbaubehörde sucht Wege

Sanierung der B 212 startet – Vollsperrung soll „minimiert“ werden

Die Bauarbeiten zwischen der A  28 und Bookholzberg beginnen am nächsten Mittwoch. Auf Kritik von Anliegern hat die Straßenbaubehörde offenbar reagiert.

Grüppenbühren/Bookholzberg Bastian Heße sieht die Sache positiv: „Wir wollen ja alle eine bessere Straße“, sagt der Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren, „also müssen wir da jetzt durch!“ Durch zwei schwere Monate nämlich: In der kommenden Woche sollen die Arbeiten zur Sanierung der Bundesstraße 212 zwischen der A 28 und der Bookholzberger Ortsmitte beginnen. Voraussichtlich bis Ende August ist die auch überörtlich wichtige Verbindung auf vier Kilometern Länge gar nicht oder nur mit Einschränkungen zu befahren.

Wie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jetzt noch einmal präzisierte, fällt der Startschuss zur Fahrbahnerneuerung am kommenden Mittwoch, 3. Juli, und zwar mit vorbereitenden Arbeiten und halbseitiger Sperrung im Zuge der Bookholzberger Ortsdurchfahrt. Für die restliche Strecke bis zur Autobahn-Anschlussstelle Ganderkesee-West sei eine Vollsperrung vorgesehen – wann diese beginne, werde noch bekanntgegeben. Dann werde auch eine Umleitung ausgeschildert, die von der A 28 über Bookhorn, Urneburg, Almsloh und Stenum nach Bookholzberg führt (siehe Grafik).

Anliegerverkehr, so heißt es weiter, sei während der Bauarbeiten nur eingeschränkt möglich. Die Betroffenen würden rechtzeitig informiert. Jedoch: „Wann ist rechtzeitig“, fragt unter anderem Dirk Gallas. Der Geschäftsführer der Tischlerei Gallas, die an der Grüppenbührener Landstraße liegt und von der Vollperrung betroffen sein wird, fühlt sich bisher nur unzureichend informiert. „Wir müssen permanent erreichbar sein für Kunden und Lieferanten, auch mit Sattelzügen“, betont er. Von der Straßenmeisterei sei ihm zugesichert worden, dass die Grundstücke der Anwohner auch während der Vollsperrung anzufahren seien. „Aber ich muss sehr genau wissen, wann ich fahren kann – und wann nicht“, sorgt sich Gallas um die Betriebsabläufe in den kommenden Wochen.

Ungewissheit herrscht auch im Gasthof „Zur Linde“ in Grüppenbühren: „Wir haben jetzt jede Woche Gesellschaften, die Leute wollen wissen, wie sie uns erreichen können“, berichtet Seniorchef Heiner Sievers. Sobald feststehe, wann und wie die Sperrungen umgesetzt werden, wollen er und Sohn Olaf Schilder aufstellen. Die könnten besonders auch am 20. und 21. Juli hilfreich sein, um die auswärtigen Gäste des Grüppenbührener Schützenfestes zur Schießhalle zu leiten. Festwirt Sievers rechnet jedenfalls mit erheblichen Einbußen.

Die Kritik der Anlieger ist offenbar schon in Oldenburg angekommen: Es werde nach Wegen gesucht, die Vollsperrung zu minimieren, sagte am Donnerstag der Leiter der Straßenbaubehörde, Joachim Delfs. Dafür werde auch in Kauf genommen, dass die veranschlagten Baukosten von 800 000 Euro möglicherweise steigen, wenn sich andererseits „einige Dinge entspannen“, so Delfs. „Wir sondieren jetzt weiteres Optimierungspotenzial“.

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Hergen Schelling

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