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ATLAS TEREX:
„Wahnsinnige Herausforderung“

GANDERKESEE GANDERKESEE - Der Stolz auf das künftige Produkt war unübersehbar, als Atlas-TerexWerksleiter Dipl.-Ing. Hans-Werner Skopp, Entwicklungs-Leiter Heiko Stührenberg und Marketing-Chef Henner Hertel gestern Einzelheiten zum neuen Raupenbagger bekannt gaben. Er soll ab August im Atlas-Terex-Werk Ganderkesee vom Band laufen (siehe auch Bericht im Wirtschaftsteil).

Und der Stolz ist berechtigt, denn dieser neue Bagger soll helfen, den Mutterkonzern Terex (16 000 Mitarbeiter, fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz) zur „Nr. 2“ auf dem weltweiten Markt für Baumaschinen zu hieven. Zurzeit hält er Platz 3.

Bisher gibt es den neuen Bagger aus Ganderkeseer Entwicklung nur auf dem Papier. Aber auch so – in „Papierform“ – hat er schon Begeisterung ausgelöst, wie Entwicklungschef Stührenberg gestern berichtete. Er habe die Konstruktionsunterlagen einem Großunternehmen präsentiert, das bisher nicht Kunde bei Atlas Terex sei. Und dieses Unternehmen habe nach anfänglicher Skepsis spontan einen der fünf Prototypen geordert, die das Werk Ganderkesee im Mai bauen will.

Stührenberg und sein Team konnten bei der Entwicklungsarbeit auf Erfahrungen aus einem bisher geheim gehaltenen Entwicklungsprojekt aus der Zeit vor dem Werksverkauf an Terex zurückgreifen. Damals – im Jahr 2001 – startete Stührenberg zusammen mit dem koreanischen Daewoo-Konzern erste Untersuchungen für einen neuen Raupenbagger. Die heutige Konstruktion freilich hat damit nichts zu tun. Sie begann „auf einem weißen Blatt“, wie Stührenberg betont.

„Für den Standort Ganderkesee ist die neue Produktionslinie eine wahnsinnige Herausforderung“, sagt Skopp. Nach den positiven Zwischenbescheiden aus der amerikanischen Konzern-Zentrale geht er fest davon aus, dass die Amerikaner nach dem Bau der Prototypen endgültig „grünes Licht“ geben werden.

Dann will Skopp die Bänder im Werk bei laufender Produktion so umstellen, dass die neue Produktlinie als vierte (neben Mobilbaggern, Zwei-Wege-Baggern und Industrie-Baggern) und ohne Zusatz-Personal vom Band laufen kann. Die Konstruktionsabteilung freilich wollen Skopp und Stührenberg um drei auf 42 Mitarbeiter erweitern. Ob auch im Vertrieb zusätzliche Stellen geschaffen werden müssen, ist noch nicht abzusehen; er wird auf jeden Fall erweiterte Aufgaben übernehmen müssen. Auch mit dem Zwei-Wege-Bagger für Schiene und Straße, der auf die Schienenbreite in Deutschland eingestellt ist und bisher vor allem hier vertrieben wird, soll künftig mit speziellen Konstruktionen auf anderen Märkten verkauft werden.

Bagger von Atlas Terex haben das Werk bisher vorwiegend in Atlas-Orange verlassen. Das wird sich mit dem neuen Produkt schlagartig und mit den anderen nach und nach ändern. Der Raupenbagger wird von Anfang an nur in der Konzernfarbe produziert – und die ist Schneeweiß.

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