Stadtentwicklung
Impulse für Wissenschafts-Quartier
Angehende Architekten aus sieben Ländern planen an Jade Hochschule
Angehende Architekten aus sieben Ländern planen an Jade Hochschule
OLDENBURG Noch internationaler als sonst geht es in diesen Tagen an der Jade Hochschule an der Ofener Straße zu. 40 angehende Architektinnen und Architekten aus sieben Ländern arbeiten mit ihren Professoren an der Entwicklung eines großen Wissenschafts-Quartiers rund um den geplanten S-Bahn-Halt an der Ammerländer Heerstraße – vor allem zwischen Ammerländer Heerstraße und Pophankenweg, aber auch rund um die Universität.
In einem zweiwöchigen Workshop entwickeln sie Visionen und Ideen für das „Scientific-Quarter“ in Wechloy. Ziel ist es, einen Rahmen und Integrationsansätze zu finden, um Einzelquartiere der C.-v.-Ossietzky-Universität und weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen zu verbinden. Sie wollen neue urbane, gemischt genutzte Bereiche formen in charakteristischer Architektur und räumlicher Identität. Außerdem geht es um die Bildung einer Wissenschafts-Achse zur City, die sich auf die Urbanität der Innenstadt bezieht.
Das Ganze findet statt im Rahmen des dreijährigen Erasmus-Intensiv-Programms „Smanful“ (Suburban Mobility and New Forms of Urban Life). Es fördert eine überlegte Entwicklung der Städte in ihren suburbanen Bereichen – in internationalem Austausch.
Das Programm passe auch gut zur wachsenden Internationalität der Jade Hochschule, sagte ihr Präsident Dr. Elmar Schreiber, der zudem auf die enge Kooperation in zahlreichen Bereichen mit der Carl-von-Ossietzky-Universität verwies.
Bereits seit 1998 organisiert Holm Kleinmann, bis 2010 Professor für Architektur an der Jade Hochschule, den Workshop, der von der EU mit 30 000 Euro unterstützt wird. Er findet wechselweise in Thessaloniki, Barcelona, Prag, Budapest und Oldenburg statt und ermöglicht neue Impulse von außen. Kleinmann wünscht sich, dass eine klarere Verbindung zwischen den Hochschulgebäuden und der Stadt und zudem Wohnraum entsteht, um so eine dichte und multifunktionale Struktur zu erreichen in einer kreativen Architektur: „Hier soll studiert und gelebt werden, eine dichte und multikulturelle Struktur soll entstehen“, sagt er. Am 20. Juli werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt.
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Karsten Röhr
Redaktion Oldenburg
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