Juniorwahl:
Schüler drängen an die Wahlurnen

Junge Leute nutzen „Stimmrecht“ – Zahlreiche Oldenburger Schulen beteiligen sich

Bei dem Projekt machen rund 1300 Oldenburger Schüler mit. Das größte Kontingent stellt das Neue Gymnasium.

Oldenburg Von Wahlmüdigkeit ist bei den Schülern des Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte nichts zu spüren. Während von Wahl zu Wahl die Zahl der Nichtwähler immer weiter steigt, ist die Politikbegeisterung bei den Schülern ungebrochen. Nahezu alle der 30 an der NWZ -Aktion „Schüler wählen“ teilnehmenden Schüler wollen von ihrem Wahlrecht auch Gebrauch machen.

Gleichzeitig nehmen sie an der bundesweiten Juniorwahl teil. Die Ergebnisse werden am Montag, 16. September, in der NWZ  veröffentlicht und fließen in das Gesamtergebnis der Juniorwahl ein, das am Wahlabend, 22. September, bekannt gegeben wird.

Vor der Abgabe der Stimme steckt jedoch erst einmal viel Aufwand. So galt es erst einmal, sich ausführlich über die politischen Pläne der einzelnen Parteien zu informieren. Mit Erfolg, wie es scheint. Denn was für sie maßgeblich bei ihrer Stimmabgabe ist, wissen die meisten Schüler ganz genau. „Ich finde das Thema Wirtschaft sehr wichtig“, betont Schüler Luan-Felix Berisha. „Ich will später einen guten Job finden und auch eine ordentliche Rente bekommen.“ Mitschüler Keno Tänzer legt seinen Fokus indes auf das Thema Umwelt. „Es sollten keine Kohlekraftwerke mehr gebaut werden.“

Um sich mit den einzelnen Themen auseinandersetzen zu können, informierten sich die jungen Leute unter anderem in der Nordwest-Zeitung, die der Schule – gesponsert von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) – drei Wochen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Auch das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück verfolgten viele Schüler aufmerksam. „Das hat mir geholfen herauszufinden, was die Parteien eigentlich wollen“, berichtet Luan-Felix Berisha.

Das große Engagement seiner Schüler würdigt auch Lehrer Bodo Fischer, der mit seinen Kollegen Ingrid Fischer und Dörte Mühlenstedt das Projekt leitet. „Das Interesse an Politik hat bei den Schülern spürbar zugenommen.“

Auch Lehrerin Alexandra Mann von der Realschule Hochheider Weg betrachtet das Projekt positiv. „Für die Schüler wird Politik begreifbar und dadurch interessant.“ Rund 100 Schüler nehmen von ihrer Schule teil.

Insgesamt rund 1300 Schüler von verschiedenen Oldenburger Schulen beteiligen sich am Projekt. Unter allen Teilnehmern stellt das Neue Gymnasium dabei mit rund 360 Schülern das größte Kontingent. Zudem beteiligen sich die IGS Flötenteich, die Oberschule Ofenerdiek, die Helene-Lange-Schule, das Herbart- sowie das Alte Gymnasium sowie die Oberschulen Alexanderstraße, Eversten und Osternburg.


Ein Spezial zum Thema unter   www.nwzonline.de/schuelerwahl 

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Martin Thaler

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Juniorwahl
Schüler drängen an die Wahlurnen
Bei dem Projekt machen rund 1300 Oldenburger Schüler mit. Das größte Kontingent stellt das Neue Gymnasium.
http://www.nwzonline.de/oldenburg/bildung/schueler-draengen-an-die-wahlurnen_a_8,3,1571317739.html
05.09.2013
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