Engagement -
Schüler laufen für neuen Hof

550 Kinder machen Sponsoren-Rennen – Geld für schönere Spielfläche

Der Hof ist groß genug, aber eher hässlich. Daran wollen Schüler, Lehrer und Eltern etwas ändern.

Oldenburg Vielleicht ist es so etwas wie ein klassischer Schulhof, auf dem Generationen von Schülern an der kath. Paulus-Schule ihre Pausen verbracht haben: Asphalt, ein paar Tischtennisplatten, fertig. In jedem Fall ist das nicht mehr die Art von Schulhof, die sich Schüler, Lehrer und Eltern wünschen. Zumal auch an der Oberschule an der Margaretenstraße auf Ganztagsunterricht gesetzt wird und die Schüler noch mehr Zeit in der Schule und auf dem Schulhof verbringen.

Nun soll sich etwas ändern vor dem alten Gebäude. Erstes sichtbares Zeichen ist der große Sponsorenlauf am Dienstag, 7. Mai. 550 Schüler und viele Lehrer werden dann auf dem Sportplatz Haarenesch so viele 400-Meter-Runden wie möglich laufen und dafür von ihren persönlichen Sponsoren einen Runden-Obolus erhalten, der für den Hof ist.

Lehrer Harald Schlicht aus der Arbeitsgruppe, die die Umgestaltungspläne in die Hand genommen hat, sagt: „Wir wollen den Schulhof erneuern und für die Schüler attraktiver gestalten.“ Für die Umsetzung hofft Schulleiter Reinhard Lobmeyer auf breite Unterstützung. Vielleicht lassen sich zudem ehemalige Absolventen dafür gewinnen.

In einem ersten Abschnitt soll der Bereich unter den Bäumen gestaltet werden. Geplant ist u.a. ein Grillplatz mit Hütte und Sitzgelegenheiten für Klassenfeste. Auch zwei Basketballkörbe, weitere Sitzgelegenheiten und Spiele-Ausleihe sind hier geplant.

Im zweiten Bauabschnitt soll die – zum Teil desolate – Asphaltfläche in Angriff genommen werden. Vier Bereiche sind geplant: Dazu gehören ein gepflasterter Teil zum Austoben und Spielen, eine Rollhügel-Landschaft aus strapazierfähigem Gummi, auf der man sich mit Skateboards und anderen Rollgeräten bewegen kann, und eine Grünzone mit Rückzugsmöglichkeiten. Der vierte Teil ist u.a. für Fuß- und Basketball. Schlicht: „Das ist unsere Wunschvorstellung. Aber wir sind optimistisch und arbeiten leidenschaftlich mit Schüler- und Elternvertretern, Förderverein, Schulleitung, Eltern und anderen daran, unseren Kindern eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen und die dazu beiträgt, dass sie gern zur Paulus-Schule gehen.“ Schließlich verbrächten sie hier sechs Jahre ihrer Kindheit.


Mehr Infos:   www.paulus-ol.de 

Leserkommentare

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  OL-mit-Herz 25.04.2013, 09:51:26
Ich bin ein Kind dieser Schule. Der Schulhof sieht heute so aus, wie damals - und auch ich wurde dort groß. Wir mussten halt mehr Fantasie aufbringen, als wenn es ein Muster-Spielplatz gewesen wäre: Wir haben mit Murmeln gespielt, Gummitwist gespielt, mit Kreide auf dem Boden Hüpfspiele gemalt, Stickeralben bewundert und getauscht, Fussball, Tischtennis und Ticker gespielt. Seltsam, dass es damals einfach so ging.

Heute spielen die Kinder doch eh nur mit Nintendo und Handys. Lasst sie doch Fantasie haben, so wie wir damals auch! Gelangweilt habe ich mich in all den Jahren auf dem Spielplatz übrigens nie!

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Über den Autor

Karsten Röhr

Oldenburg
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