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Berufsorientierung:
Studenten Steigbügelhalter bei Jobsuche

Oldenburg Dilwan (14), Sami (14) und Mateucz (15) sind ein gutes Team. Die drei Achtklässler der Oberschule Osternburg bauen gemeinsam eine Murmelbahn aus langen Papierstreifen. Stolz lassen sie eine Kugel die Bahnen hinabsausen. Wie das Trio die Aufgabe meistert, wird aufmerksam beobachtet und notiert von Sarah Knurbein. Sie studiert Ökonomische Bildung und Geschichte an der Carl-von-Ossietzky-Universität.  

Kompetenzen ermitteln

Die Jungen erfüllen mit dem Murmelbahnbau eine von vier so genannten „Beobachtungsaufgaben“, die in dieser Woche rund 70 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs absolvieren. Die Aufgaben gehören zu einem „Kompetenzfeststellungsverfahren“, das die Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen herausarbeiten soll, damit sie ihren Berufsorientierungsprozess zielgerichteter gestalten können.

Die Oberschule Osternburg erfüllt damit – neben den seit längerem bestehenden und einmal in der Woche angebotenen „Lernort-Praxistagen“ – die Vorgabe des Kultusministeriums, Schüler bei der Suche nach dem passenden Job zu unterstützen. Sie kooperiert darüber hinaus jetzt im dritten Jahr mit der Oldenburger Uni, die mit diesem Projekt ihre Lehrer-Erstausbildung „innoviert“ hat, wie Prof. Dr. Rudolf Schröder, Leiter der Abteilung Berufsorientierung im Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), stolz feststellt. Die universitäre Lehrveranstaltung sei als Wahlpflichtmodul mit acht Studierenden gestartet und aufgrund der positiven Resonanz auf 30 Teilnehmer angewachsen, so Schröder. Deshalb wird die Uni-Unterstützung ab diesem Dienstag erstmalig auch auf eine Berufsfachschulklasse der BBS Haarentor ausgeweitet.

Die angehenden Lehrkräfte stellen den Schülern im Rahmen der „Kompetenzanalyse Profil AC“ Teamaufgaben, die an betriebliche Assessment-Center angelehnt sind. Neben der Beobachtung der Jugendlichen bei der Bearbeitung der Aufgaben geben die Studenten ihnen auch ein Feedback zu den individuellen Ergebnissen. Die Resultate münden in „Ziel- und Bilanzgespräche“, die die Schule mit ihren Schützlingen einmal im Halbjahr im Beisein der Eltern – und bei Bedarf auch mit Dolmetschern – führt. „Das können ruhig kleine, aber machbare Ziele sein“, sagt Wolfram Müller, Koordinator für Berufsorientierung an der Oberschule Osternburg. Als Beispiele nennt er eine angestrebte mündliche Beteiligung im Unterricht oder das Erfüllen von Hausaufgaben.

Zahlen belegen Erfolg

Von der Zusammenarbeit zwischen Uni und Schule profitieren beide Seiten: Die angehenden Wirtschaftslehrer haben ein theoretisches und praktisches Handlungsfeld für ihr eigenes Berufsleben. „Für sie ist es der erste direkte Kontakt mit Schülern“, verdeutlicht Rebecca Lembke, wissenschaftliche Mitarbeiterin im IÖB. „Es läuft ausgezeichnet“, freut sich Schulleiter Sven Winkler. Das spiegelt sich auch in Zahlen wider: Rund 25 Prozent der Osternburger Abschluss-Schüler wechseln in eine duale Ausbildung, stadtweit liegt dieser Schnitt bei den Oberschulen sonst bei 12,4 Prozent.

Außerdem wird mit dem Team Wendehafen der Stadt Oldenburg, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter kooperiert, damit die Jugendlichen bei Bedarf zeitnah an die passenden Ansprechpartner vermittelt werden können. Schulamtsleiter Matthias Welp lobt: „Die Oberschule Osternburg ist auf einem sehr guten Weg.“

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