Altes Gymnasium:
Tablet-PCs für die ganze Klasse

Schüler erhalten „iPads“ – Medium ergänzt Unterrichtsmöglichkeiten

Das Alte Gymnasium startet ein neues Projekt. Partner sind Kultusministerium und NWZ .

Oldenburg „Cool“ war das Wort des Morgens. Begeisterung in der „6b“ des Alten Gymnasiums: Denn die Schülerinnen und Schüler starteten am Donnerstag als erste gymnasiale iPad-Klasse in der Stadt. Die zwölfjährige Jule Rakelmann sagte: „Ich finde das echt klasse für die Schule, auch, dass wir dann nicht so viele Hefte mitschleppen und dass, wenn jemand krank ist, er die Hausaufgaben auch übers iPad bekommen kann.“

Alle 31 Schüler können nun im Unterricht und zu Hause ergänzend mit ihren modernen Tablet-PCs arbeiten. Kooperiert wird dabei mit der NWZ  und ihrem Media Store. Die Geräte finanzieren die Eltern per Mietkauf. Übergeben wurden die Rechner durch NWZ -Privatkunden-Leiter Uwe Mork, der die Tablet-PCs, auf denen auch die NWZ  läuft, u.a. als Hilfe bei der Entwicklung von Präsentationstechniken und vernetztem Arbeiten hervorhob.

Schulleiter Frank Marschhausen verspricht sich davon, dass „bei zunehmender Heterogenität der Gesellschaft und damit verbundener Individualisierung des Unterrichts die PCs als ein weiteres Instrument genutzt werden, um die Schüler zu fordern und zu fördern, einzeln zugeschnitten und in Zusammenarbeit“. Für Klassenlehrer Matthias Rouwen passt das Projekt auch insofern, als „die Schule in einer Zeit, in der man die ganze Technik und Medienwelt sowieso hat, die Schüler damit nicht alleine lässt und die positiven Seiten nutzt, statt sie nur als Spielzeug und Daddelkiste zu sehen“.

Die Eltern bestimmen in Absprache mit der Schule, was auf den iPads läuft. Der Zugriff ist benutzergeführt und kann so eingegrenzt werden, dass nur bestimmte Apps wie der Taschenrechner genutzt werden können. Eingerichtet und begleitet wird das Projekt mit großer Unterstützung des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und des Medienpädagogen Andreas Hofmann (Hatten).

Leserkommentare

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  sherlok 11.02.2014, 23:20:53
Na Klasse, da müssen die Eltern zwangsweise das (nicht ganz billige) Gerät eines ganz bestimmten Herstellers per Ratenkauf kaufen. Wenn man schon so früh entsprechendes Markenbewusstsein schulen möchte könnte man wenigstens erwarten das die Herstellerfirma die Geräte stiftet. Wie ist das mit den monatlich anfallenden Gebühren, die werden wohl auch die Eltern tragen müssen.

Hat man wenigstens mal vorher ein Konzept erstellt und Einsatzszenarien entwickelt? Gibt es Treffen und Absprachen der Lehrer wie das Gerät am besten in den Unterricht integriert werden kann und wozu man es lernunterstützend einsetzen kann?

Hat man sich zumindest mal einen Überblick über Lernsoftware für die Geräte verschafft?

Einen guten Taschenrechner (der auch Funktionsgrafen darstellen kann) gibt es deutlich günstiger.

Das ganze kommt mir genauso unausgegoren und unüberlegt vor wie die vor Jahren gemachten Anschaffungen von Computern und dem Traum vom Computer Aided Learning.

Erst muss das Lernkonzept stehen, dann kann man sich Gedanken über die begleitenden technischen Hilfsmittel machen, nicht umgekehrt.


  MichaelReins 10.02.2014, 10:51:38
@ arbeit

Natürlich sollten die Grundlagen sitzen, keine Frage. Aber dazu muß im Schulsystem vielen geändert werden; ob die Pads in 5-7 Jahren noch Stand der Dinge ist, ist hierbei nebensächlich, denn auch das sind Grundlagen. Das sich das dort ständig ändert ist nun mal der Preis für das technologische Zeitalter.
Aber genau weil wir diese technischen Hilfen haben, wird immer mehr und mehr darauf Wert gelegt das man damit arbeiten kann und sich nicht mehr jede Formel merken muß. Man muß heute mit Ergebnissen schneller sein, die Arbeit muß schneller erledigt werden, weil der Druck ständig wächst.
Und natürlich belächelt man die Frischlinge von den Unis, aber auch die alten Hasen sind belächelt worden als die als Berufsanfänger in einem Unternehmen standen. Woher soll der Anfänger denn auch die Erfahrung haben.
Und wenn Sie sagen das man erst etwas aus dem Internet suchen muß, sollten Sie sich einfach mal überlegen ob es nicht auch einfacher ist sich mit Recherchen aus dem Internet Informationen zu holen statt stundenlang in Büchern zu wälzen, die sie dort in wenigen Minuten haben können.
Die Zeit von Pferd und Wagen ist nun mal vorbei; selbst eine Serienbrief ist prähistorisch in Zeiten mit Email. Selbst Bewerbungen gehen heute per Mail raus, Rechtschreibung ist nicht mehr wichtig, die Briefe werden automatisch korrigiert.
Das ganze ist aber überall anzutreffen, in allen Berufssparten. heute wird so gut wie allen mit Computern gemacht und gesteuert. Viele haben nicht die geringste Ahnung wie man noch etwas von Hand macht. Würde man bestimmten Menschen den Computer - in welcher Form auch immer - wegnehmen, wären sie in ihrer ganz persönlichen Steinzeit. Nichts desto trotz können wir uns nicht der technischen Zukunft verschließen.

Fragen wir uns doch einfach mal, ob es nicht eine gewisse Absicht dahinter steckt, uns künstlich dumm zu halten. Dumme Menschen sind einfacher zu lenken, und wenn sie ständig durch irgendwelche Dinge abgelenkt werden und nichts hinterfragen, ist es doch gut. Sehen Sie sich das Fernsehprogramm an: "Brot und Spiele", nichts anderes ist es.
  arbeit 10.02.2014, 08:21:15
Was ich sagen will: Erstmal sollten die Grundlagen sitzen, man braucht nicht derart früh mit Pads anzufangen, nicht wissend, ob in 5-7 Jahren, wenn die Kiddies ihren Abschluss machen, überhaupt noch jemand von den Dingern redet. Ich habe damals noch programmieren gelernt, MS-DOS-Befehle.. war für die Logikschulung okay, aber brauche ich das heute, um so ein Ding bedienen zu können? Gleichzeitig belächeln unsere alten Hasen unter den Ingenieuren die Jungspunde, die frisch von der Uni, sich die Kreisformel aus der Online-Formelsammlung suchen müssen.. und obwohl unsere Hoffnungsträger dann eigentlich jahrelang EDV gelernt haben, kriegen sie beim Öffnen einer Tabellenkalkulation Schweiß vor der Stirn und rufen um Hilfe, wenn sie ‚nen Serienbrief schreiben sollen..
  MichaelReins 09.02.2014, 11:30:46
@ Redaktion

Ist es notwendig ein Produkt beim Namen zu nennen um damit einem Unternehmen eine kostenlose Werbung zu gewähren?

  MichaelReins 09.02.2014, 11:28:20
@ arbeit

Das man den Kindern besser rechnen und schreiben beibringen sollte, kann ich nur voll und ganz unterstützen.
Allerdings muß man auch technisch im Anschluss bleiben, weil die Arbeitswelt das genau diesen Kindern später abverlangt, es zu können. und kennen heißt nicht im Internet zu surfen, sondern mit den Geräten arbeiten zu können.
Und da kommt Ihr Einwand zum tragen, das jeder Idiot in 10 Minuten damit umgehen könnte. Wir können das gerne mal ausprobieren ob Sie es schaffen in diesen 10 Minuten tatsächlich damit zu a r b e i t e n .
Und wenn Sie über Onlinesucht sprechen, ist ihnen die Zukunft der Arbeitswelt offenbar nicht ganz klar geworden; die Welt ändert sich, ob ein einzelner das nun nicht will ist dabei völlig belanglos.



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Karsten Röhr

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