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NWZonline {{SHARING.setTitle("Römische Legionäre erobern Oldenburg")}}

Universitäts-Projekt:
Römische Legionäre erobern Oldenburg

Oldenburg Römische Legionäre ziehen durch die Stadt, Priester und Senatoren schreiten voraus, im Triumphwagen lässt sich Gaius Julius Caesar für seine erfolgreichen Feldzüge in Gallien, Ägypten, Pontos und Afrika feiern: Am Sonnabendvormittag, 11. Oktober, verwandelt sich die Oldenburger Innenstadt in das alte Rom. Die Abteilung „Alte Geschichte“ der Universität Oldenburg stellt mit etwa 200 verkleideten Schülern, Studenten und Lehrern den Triumphzug des römischen Feldherrn und Staatsmannes Caesar aus dem Jahr 46 vor Christus nach. Doch statt zum Kapitol führt dieser in der Huntestadt von 10.30 bis ca. 11.30 Uhr vom Alten Gymnasium über den Lappan bis zum Schlossplatz. Dort wird zum Abschluss zu Ehren des Triumphators ein Opfer dargebracht in Form einer mit Backwaren „gefüllten“ hölzernen Kuh. An die anwesenden Bürgerinnen und Bürger werden „Goldspenden“ und römisches Brot verteilt.

Angeregt wurde die Projektidee in Hamburg, berichtet Initiator Professor Dr. Michael Sommer vom Institut für Geschichte der Universität: „Alte Sprachen wie Latein haben an den Oldenburger Schulen, entgegen dem Bundestrend, einen schweren Stand. Wir wollen mit diesem Projekt ein Zeichen setzen, dass es jede Menge gute Gründe gibt, Latein zu lernen.“ Unter den Jugendlichen und Kindern gebe es zudem eine große Begeisterung für die Antike, die mit dieser Aktion gefördert werden solle, erläutert Lehrer und Geschichtsdozent Georg Müller, der gemeinsam mit Lena Schönborn, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte, das Projekt organisiert hat.

Neben dem Alten Gymnasium, der Graf-Anton-Günther-Schule, der Cäcilienschule, dem Herbartgymnasium, dem Neuen Gymnasium und dem Gymnasium Eversten werden auch Schülerinnen und Schüler aus Bremen an dem Triumphzug teilnehmen. Die jüngeren Schüler der sechsten und siebten Klasse basteln aus Karton ihre eigenen Rüstungen, Helme, Schilder und Schwerter, die anschließend bemalt werden. Zudem studieren sie Verse ein, mit denen die Soldaten den Triumphator verspottet haben. Jede Gruppe bildet eine Legion und trägt eine eigene Standarte, auf der die entsprechende Schule zu erkennen ist.

Die Honoratioren (Priester und Senatoren) werden von Lehrern, Studenten und Elftklässlern dargestellt, während einer der Geschichtsstudenten als Caesar auf dem Triumphwagen fahren wird. Für Ordnung und Aufsehen sorgen studentische und schulische „Liktoren“ und Fanfarenstöße. Die Neunt-, Zehnt- und Elftklässler konzipieren zusammen mit den Geschichtsstudenten vier Pavillons, in denen die besiegten Gegner (Gallien, Ägypten, Pontos, Afrika) Caesars vorgestellt werden. In den Pavillons können die Besucher nach dem Triumphzug bis 13 Uhr die kulturelle Vielfalt der Mittelmeerwelt kennenlernen und sich beispielsweise Schoko-Goldmünzen bei interaktiven Angeboten erspielen.

Das antike Projekt soll zukünftig auch mit griechischen Themen fortgesetzt werden.

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