Tag Der Offenen Tür:
VHS serviert attraktiven Mix

70-jähriges Bestehen gefeiert – 700 Besucher in der Karlstraße

Das Fest war gut besucht. Schnupperseminare zeigten die Vielfalt des VHS-Programms auf.

OldenburgMit Stolz können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Geschichte der Volkshochschule Oldenburg (VHS) zurückblicken. Seit 70 Jahren bietet die Bildungseinrichtung ein breites Spektrum an Kursen an – von Yoga über Jazzgesang und Sprachen bis zur beruflichen Bildung. Kaum etwas ist unmöglich. Der runde Geburtstag wurde am Sonnabend in den Räumlichkeiten der VHS an der Karlstraße gefeiert.

Zum Auftakt der Veranstaltung erinnerte Geschäftsführer Andreas Gögel an die Geschichte der VHS. Mit Blick in die Zukunft gibt er sich positiv: „Ich weiß nicht, was uns in den nächsten 70 Jahren erwartet, aber sie sehen, was in den vergangenen 70 Jahren aus der VHS geworden ist.“ Gegenüber der NWZ  betonte Gögel, Bildungsangebote würden sich noch weiter entwickeln: „Besonders dem Bereich digitale Bildung müssen wir uns stellen und uns Gedanken machen, wie wir uns weiterentwickeln können.“

Der „Tag der offenen Tür“ zeigte die Vielfalt der angebotenen Kurse in der VHS. Die Kursleiterinnen und Kursleiter stellten an Ständen und bei Workshops ihre Arbeit vor. Bei den knapp 60 „Schnupperseminaren“ konnten die Besucher einen Einblick in die verschiedenen Bereiche bekommen.

Eine besonders große Nachfrage gibt es momentan nach Deutsch-Kursen. Insgesamt sieben Gruppen bietet die Volkshochschule an. Ulrike Hudemann leitet den Bereich für berufliche Weiterbildung von Migranten: „Die Anfrage ist derzeit so groß, dass wir kaum hinterher kommen.“ Großes Interesse bestehe an einem speziellen Kurs zur Vorbereitung auf ein Studium. Täglich bis zu fünf Stunden könnten die Migranten den Unterricht besuchen, um Deutsch-Kenntnisse zu erlangen.

Die „Lebendige Bibliothek“ des Präventionsrats gab Gelegenheit, sich mit gesellschaftlichen Tabu-Themen auseinanderzusetzen. Dafür standen außergewöhnliche Personen als „lebendige Bücher“ für Gespräche jeweils 20 Minuten zur Verfügung. Gesprächspartnerin war auch die „Que(e)re Schwester Lea“, die eigentlich ein Mann ist, aber anonym bleiben möchte. Einerseits Drag-Queen, andererseits satirisch nachempfundene Symbole eines religiösen Schwesternordens zeigt sich „Schwester Lea“ in goldenem Outfit. Der Gruppe gehe es vor allem um Prävention: „Wir gehen auf Partys oder Veranstaltungen und machen auf Aids aufmerksam und verteilen zum Beispiel Kondome.“ Die Teilnehmer an der „Lebendigen Bibliothek“ fragten vor allem nach dem Grund der auffälligen Kleidung und Schminke und den persönlichen Motiven.

Ein Stockwerk höher lockten wunderbare Gerüche aus dem Kulturraum Küche. Hier wurde gekocht, gebacken und gebrutzelt. Bei Antje Mathur lohnte sich auf jeden Fall ein Blick in die Töpfe: Die Kursleiterin der VHS zauberte eine würzige Ingwerbutter und ein orientalisches Linsenpüree. In Kochkursen, die regelmäßig stattfinden, gibt sie ihr Wissen über Rezepte und außergewöhnliche Küche weiter.

Das Fazit fällt durchweg positiv aus. Neben zufriedenen Gesichtern der Besucher strahlt auch das von Lena Mäusezahl, Leiterin der Abteilung Marketing der VHS: „Mit über 700 Besuchern sind wir mehr als sehr zufrieden. Die Stimmung war hervorragend. Wir haben es geschafft, unsere Türen für ein breites Publikum zu öffnen.“

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