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Polizei verteidigt Verwarngeld

OldenburgMuss ein Radfahrer unbedingt ein Verwarngeld erhalten, wenn er lediglich den Weg abkürzt und dabei auch niemanden gefährdet? Diese Frage stellt sich eine Oldenburgerin, nachdem ihre 15-jährige Enkelin am Mittwoch 20 Euro Verwarngeld bezahlen musste.

Die Jugendliche hatte im Bereich Hochheider Weg/Nadorster Straße zusammen mit anderen Schülern den Radweg auf der falschen Seite benutzt. „Warum greift die Polizei so rigoros durch?“, ärgert sich die Großmutter. Nach ihren Angaben war der Weg lediglich 20 Meter lang. „20 weitere Kinder“ hätten 20 Euro bezahlen müssen.

Die Polizei konnte die Angaben am Donnerstag nicht bestätigen. Wie eine Sprecherin erläuterte, handelt es sich an dieser Stelle um einen bekannten Gefahrenpunkt mit mehreren Unfällen.

Die meisten Autofahrer konzentrierten sich auf den Radweg in Fahrtrichtung. Dabei würden Radler, die aus der Gegenrichtung kommen, leicht übersehen.

Die Polizei will dem nicht tatenlos zuschauen. Weil sich die Lage nicht bessere, werde dort jetzt gebührenpflichtig verwarnt, betont die Polizei.

Leserkommentare

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  erwin.juhl 11.12.2015, 22:16:49
Zu den vorhergehenden Kommentaren:

1. Schade, das mensch sich hinter Decknamen versteckt ...
2. Was ist denn eine "provozierende Position"?
3. Zu dem Satz "Die Besatzung des Streifenwagens, der dort gerade
vorbeifuhr, hatte offenbar wenig Interesse und fuhr weiter... "
>>> Nicht jeder Streifenwagen fährt auch Streife, wenn er im
Straßenverkehr zu sehen ist. Es gibt auch andere
Fahrzwecke!

  erwin.juhl 11.12.2015, 21:58:14
Bei diesem Beitrag frage ich mich, wo fängt bei Großmutter denn nun falsch an?
"etwas falsch? ein wenig falsch? ein bißchen falsch?"

Verwarngeld geht in Ordnung ... damit an die Presse zu gehen, ist dreist ... das aber auch noch zu veröffentlichen, ist polarisierend!
  Oldenburger 04.12.2015, 17:54:40
@ udoline

Das sie immer wieder versuchen, derartiges verhalten von Radfahrern schön zu reden, ist keine Neuigkeit.
Das sie nun aber die Polizei dafür mitverantwortlich machen wollen, wie die Beschilderung aussieht und die nun ihrerseits gegenüber der Straßenverkehrsbehörde tätig werden soll, zeigt ihren eingeschränkten Horizont bezüglich der Straßenverkehrsordnung und der Verwaltungsvorschriften, die durch die genannte Behörde umzusetzen sind. Vielleicht haben sie noch nicht so gaz verstanden, in welcher Reihenfolge das ganze so funktioniert - die Behörde stellen Verkehrszeichen auf und die Polizei überwacht die Einhaltung; nicht umgekehrt.
Das sie nicht einsehen können, das Radfahrer Unsinn machen und weitere Gefahren dadurch geschaffen werden, ist nichts neues. Und natürlich ist ihnen noch nie ein Fehlverhalten an der wie auch im restlichen Oldenburg nie aufgefallen.
  udoline 04.12.2015, 15:39:47
Komisch, daß mir das, obwohl ich mindestens 5 mal die Woche dort vorbei komme, dazu noch in provizierender Position, gar nicht aufgefallen ist. Das war bestimmt nur einmalig. Ach halt, wenn das schmale Wegelchen bekanntermaßen links benutzt wird, darf ich ja meine provizierende Position beibehalten. Wie praktisch. Plus Bonus durch "bekannten Gefahrenpunkt".
Nun, wenn die Polizei dort durchgreift, warum dann nicht auch bei der Verkehrsbehörde, die an diversen Stellen auch auf der linken Seite blaue Schilder aufstellte. Die sich ergebenden Gefahren hängen schließlich nicht von der Abwesenheit gewisser Schilder ab.

Schön, daß bei sowas die Reins'sche Märchenstunde nicht weit ist.
  Oldenburger 04.12.2015, 12:08:54
Es ist schon seltsam, das einerseits nach mehr Verkehrssicherheit gerufen wird, dann aber Unverständnis aufkommt, wenn die Polizei tatsächlich mal handelt.
Würde ein Fahrer eines motorisierten Fahrzeugs selbiges tun, riefe man Zeter und Mordio. Diese Großmütter sind es unter anderem, die ihren Kindern und Enkel wahrscheinlich beigebracht haben, das es gar nicht so schlimm ist entgegen der Fahrtrichtung zu fahren, statt abzusteigen um den kurze Weg eben zu laufen.
Es ist an der Zeit, den Straßenverkehr endlich wieder in den Griff zu bekommen und alle Verkehrsteilnehmer ohne große Diskussion mit Verwarn- oder Bußgeld zu belegen.
Leider gibt es das Problem, das die Polizei wegsieht - für meinen Geschmack zu oft.
Vor wenigen Tagen erst kam mir zu später Stunde ein Radfahrer auf der falschen Seite ohne Licht entgegen, der zudem noch mit seinem Smartfone beschäftigt war. Die Besatzung des Streifenwagens, der dort gerade vorbeifuhr, hatte offenbar wenig Interesse und fuhr weiter - und das, obwohl der Beifahrer das gesehen haben muß.


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