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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Kriegerdenkmal nachts geteert und gefedert

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Kriminalität:
Kriegerdenkmal nachts geteert und gefedert

OLDENBURG Anschlag auf das Kriegerdenkmal: Unbekannte haben die sogenannte Artillerie-Ehrenhalle an der Ofener Straße geteert und gefedert. Die Täter beschmierten das Gebäude, die offene Halle und die daneben befindlichen Gedenksteine mit Teerfarbe und bewarfen sie mit Federn.

Wie erst jetzt bekannt wurde, spielte sich der Vorfall in der Nacht zu Freitag ab. Bei der NWZ  ging ein Bekennerschreiben ein. In dem mit „Kommando Andi, NRW“ unterzeichneten Schreiben wird der Abriss aller Bundeswehr-Ehrenmale und die Auflösung der Partnerschaft zwischen Bundeswehr und Stadt Oldenburg gefordert.

Wegen des vermuteten politischen Hintergrunds der Sachbeschädigung hat der Staatsschutz der Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Die zuständigen Beamten gehen nach derzeitigem Stand von der Täterschaft einer linksextremistischen Gruppe aus. Ein Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Gedenkstein der Leobschützer (Peterstraße) Ende März wird nicht gesehen. Wie berichtet, war das Denkmal damals mit Mörtel beschmiert worden. Im aktuellen Fall griffen die Täter zu schwarzer Teerfarbe.

Das Kriegerdenkmal in der Grünanlage auf dem heutigen Gelände der Fachhochschule stammt aus dem Jahr 1921. Architekt K. Boschen entwarf es auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes als Backsteinhalle mit abschließender Flachkuppel. Das Denkmal im früheren Gestütsgarten der ehemaligen Artilleriekaserne erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Artilleristen.

Die für die Pflege des Denkmals zuständige Fachhochschule rechnet mit Kosten von schätzungsweise 5000 bis 6000 Euro für die Reinigung der verschmutzten Fassade.

Hinweise von Zeugen der Tat erbittet die Polizei unter Tel. 790-41 15.

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