Oldenburger Filmfest-Kampagne:
Poppige Plakate erhalten Design-Preis

Weltweit war der Wettbewerb ausgeschrieben. Tausende Bewerbungen aus 50 Ländern gab es. Doch nur eine überzeugte das Chicagoer Museum. Filmfest-Chef Torsten Neumann freut sich über die internationale Ehre.

Oldenburg/Chicago Internationale Aufmerksamkeit erregten die Plakate des Oldenburger Filmfests aus dem Jahr 2014 in den USA: Die poppig aufgemachte Reihe in Miami-Eis-Farben im Fond mit Donut, Luftmatratze und Herz-Luftballon wurde jetzt vom Chicagoer Athenaeum, Museum of Architecture and Design, als besonders gutes Design ausgezeichnet.

Bei dem weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb gab es Bewerbungen aus 50 Ländern von mehreren Tausend Manufakturen und Unternehmen. Filmfest-Chef Torsten Neumann freute sich riesig über diese Ehrung. „Im vergangenen Jahr bekam die Auszeichnung ein Poster von Pepsi Cola und dieses Jahr wir. Darauf kann man schon stolz sein“, so sagte er am Mittwoch auf Anfrage der NWZ . „Damit verbunden ist auch, dass wir in die ständige Sammlung des Museums aufgenommen werden.“

Auf die Idee, sich mit den auf Logo, Slogan und einen Hingucker reduzierten Plakaten aus dem Jahr 2014 für einen Design-Preis zu bewerben, war Neumann gekommen, nachdem er bereits im vergangenen Jahr in Oldenburg viel auf die Kampagne angesprochen worden war. Entworfen hat die Serie der Bremer Grafiker Philipp Dörrie, mit dem das Filmfest schon länger zusammenarbeitet. „Wir hatten uns auch in Deutschland beworben“, sagt er, „aber waren hier nicht ins Finale gekommen“.

Um so schöner sei es, den „Good Design Award“ zu bekommen, gilt er doch als ein internationales Markenzeichen für innovative Gestaltung. Zwar mussten für den Wettbewerb Original-Plakate aus Papier eingereicht werden, doch die Benachrichtigung des Gewinns kam per Gratulations-Mail: „Congratulations!!!“ Die Auszeichnung ist ein Preis, der nicht mit einer Prämie oder einer besonderen Trophäe verbunden ist, tatsächlich geht es dabei um die Ehre.

Lesen Sie auch: Filmfest-Macher wirbt für Etat

Und die Auszeichnung kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt für die nächste Auflage des Internationalen Oldenburger Filmfests im Jahr 2016 – denn am Montag, 21. Dezember, geht es in der Ratssitzung auch um den Etat für das Festival. Zur Abstimmung stehen immerhin 90 000 Euro für 2016 (NWZ  berichtete).

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Sabine Schicke

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Weltweit war der Wettbewerb ausgeschrieben. Tausende Bewerbungen aus 50 Ländern gab es. Doch nur eine überzeugte das Chicagoer Museum. Filmfest-Chef Torsten Neumann freut sich über die internationale Ehre.
http://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/design-preis-fuer-poppige-plakate_a_6,0,1487068622.html
17.12.2015
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