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Feuer in der Stimme

MUSIK Max Mutzke heizt Fans in der Kulturetage ein

Der Popsänger und Jazzer Max Mutzke trat am Wochenende in der Kulturetage auf und sorgte für ein volles Haus. Mit seinem neuen Album brachte er sein Publikum in Bewegung.

Oldenburg Die Emotionen kochen über, alles tanzt und bebt – Still sitzen konnte bei Max Mutzke am Freitagabend in der Kulturetage niemand. Schon bei der sechsten Nummer war das Publikum nicht mehr zu bremsen. „Eigentlich wollten wir erst am Ende des Abends so eine Stimmung haben“, war daraufhin Mutzkes Kommentar, womit der smarte Sänger gleich die ersten Sympathiepunkte sammelte.

Max Mutzke ist mit der Band Monopunk und seinem siebten Album auf Tournee, und kam am Freitagabend zu seinen Fans nach Oldenburg; etwa 400 Besucher füllten die Reihen in der Kulturetage. Die erst 18 Jahre junge Künstlerin Lina Maly trat im Vorprogramm auf, beeindruckend gefühlvoll und mit nachdenklichen Texten.

Kehlig, rauchig, ausdrucksstark – Mutzkes Stimme begeisterte die Fans allemal. „Er hat sich immer weiter gesteigert. Die Stimme ist in jeder Musikrichtung klasse“, findet Kathrin Riesenberg (35). Ein Mix aus Soul, Jazz und Funk: Die Konzerthalle brannte vor lauter Energie und Lichterflattern. Die Stücke hielten überraschende Höhepunkte bereit. Mit seinem neuen Album brachte Mutzke zudem verstärkt poppige Elemente ein; unter anderem waren viele englische Titel dabei. Trotzdem sei er sich treu geblieben, sind seine Fans überzeugt.

„Max“ ist der Name des Albums. „Nicht etwa, weil mir nichts anderes eingefallen ist“, so erklärte sich der Künstler. Das Album bringe – mehr als die vorigen – viele Ereignisse seines Lebens ein und spiegele seine Persönlichkeit wieder. „Die aber auch jedem anderen so oder anders irgendwie begegnen“, schildert Mutzke. Warum er welches Lied geschrieben hat, und was ihn bewegte, vermittelte er dem Publikum; teilweise gab es sehr emotionale Hintergründe, die er trotzdem humorvoll verpackte.

Es war ein Leichtes für ihn, die Stimmbänder des Publikums zum Schwingen zu bringen. Auch wenn der Chor überwiegend weibliche Fans verriet, saßen die Texte, was für einen stimmungsvollen Konzertabend sorgte. Sowieso brachte Mutzke sein Publikum immer wieder geschickt mit ein. Das lag vielleicht daran, dass er sehr authentisch wirkte. „Er hat einfach Bock, auf der Bühne zu stehen, eine klasse Performance“, findet Michael Schuhmacher (44).

Toll, dass der Max Mutzke in Oldenburg war, freute sich Claudia Eilers (43), die den Abend mit einer Freundin genoss: „Ich sehe Max zum zweiten Mal. Er ist einfach ein toller Sänger.“

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07.03.2016
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