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Automesse In Oldenburg:
Die Schönen und das PS-Biest

Oldenburg So also reisen Stars: In einem Rolls Royce Wraith. Man gönnt sich ja sonst nichts und sitzt bequem wie im Kuschelsessel. Mit 410 000 Euro war das grau-silberfarbene Coupé mit seinen 632 PS die teuerste Edelkarosse auf der zweitägigen Automesse. Wagen im Gesamtwert von knapp zehn Millionen Euro hatte Veranstalter E&M-Marketing für das Wochenende von den Anbietern der Region in die Weser-Ems-Halle und in die EWE-Arena fahren lassen. Viele davon waren als Premieren-Stars in Oldenburg zu sehen.

Und so kamen 11 000 Besucher wohl vor allen Dingen, um sich über die aktuelle Modellpalette zu informieren. Auf den 10 000 Quadratmetern der beiden Hallen wurden insgesamt 25 Marken präsentiert. Wer sich diesen Überblick verschaffen will, muss ansonsten viele Kilometer von Händler zu Händler fahren. Und so erklärt E&M-Marketing-Geschäftsführer Reinke Haar denn auch diese Vergleichbarkeit des Angebots als ein Erfolgskonzept für die Messe, die im Zwei-Jahres-Rhythmus die jeweiligen Saison-Neuheiten präsentiert.

Auf der Messe wurde den Besuchern durch beide Hallen der Rote Teppich ausgerollt: So musste niemand Schwellenangst haben vor Namen mit Schall und Rauch. Selfie-Stars waren wohl die Roadster aus Zuffenhausen – ein Porsche ist halt immer noch ein Hingucker.

Viele bewundernde Blicke auf sich zogen jedoch im Eingangsbereich der Arena auch die Oldies mit einem Stern auf der Haube, zu dem die Liebe niemals rostet. Als die „Pagode“ in den 60ern zusammengeschraubt wurde, war E-Mobilität noch kein Thema.

Aufgebretzelt: Auch besondere Designs waren in den Messehallen zu finden. BILD: Mohssen Assanimoghaddam

Kurzer Rückblick auf die beiden Messetage

Mehr als 25 Automarken und Motorrad-Fabrikate wurden an beiden Tagen in der EWE-Arena und der Messehalle gezeigt: Audi, BMW, Bentley, Citroën, DS, Ford, Honda, Hyundai, Infinity, Kia, Lamborghini, Mazda, Mercedes, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Rolls Royce, Seat, Skoda, Smart, Suzuki, Volvo und VW.

Autoclubs, Zubehör-Anbieter und Versicherer hatten ebenfalls ihre Stände aufgebaut.

Für Kinder gab es auf der Messe ein Spiele-Paradies: Auf 500 Quadratmetern konnten die Kleinen schon einmal ihre Fertigkeiten auf einem Geschwindigkeitsparcours testen und auf der Hüpfburg herumtoben.

Die nächste Automesse wird nach bisherigen Planungen 2018 aufgebaut, dann unter der Regie von Veranstalter Tim Stelter.


  Einen Beitrag von der Messe sehen Sie unter    www.nwzonline.de/videos/oldenburg-stadt 

Seit Tesla gezeigt hat, dass auch Sportwagen nicht nur mit Super fahren, beschäftigen sich viele renommierte Markenhersteller mit dem Thema und haben Modelle im Programm. Und so war auch ein hochglänzender X8 mit Hybridmotor aus München ständig umringt und stahl den SUVs teilweise die Show. „Nein“, sagte ein Stadtcowboy mit silbergrauen Haaren, Cabrio möge fahren, wer wolle, er nicht. „So ein Geländewagen bietet doch nun wirklich viel mehr Fahrkomfort und einen besseren Überblick.“

Aber eben nachts keinen Sternenhimmel, wenn man „offen“ fährt. Es sei denn, man steigt in den Rolls Royce Wraith (was übrigens „Gespenst“ heißt): Dann funkeln tausend kleine, in den Auto-Himmel integrierte, LED-Sterne wie Diamanten.

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