Soziales:
Interkulturelles Frühstück zum Kennenlernen

Weltfrauentag bietet Anlass und Rahmen für erstes gemeinsames Treffen

Oldenburg Fröhliche Stimmung und angeregte Gespräche prägten das Bild am vergangenen Sonnabend im Ibis Café: Dort veranstaltete Ibis (Interkulturelle Arbeitsstelle) anlässlich des Internationalen Weltfrauentages ein interkulturelles Frühstück mit Musik für Frauen und Kinder.

Willkommen waren alle Frauen, ob mit oder ohne Fluchterfahrung, und viele kamen. Einige brachten selbst zubereitete Speisen und anderes für das liebevoll arrangierte Buffet mit, das für alle kostenlos war. Neben Kaffee, Tee, Brot und Brötchen wurden auch Kuchen und Obst aufgetischt.

Bei den Frauen kam die Veranstaltung gut an. Sie aßen, kamen schnell ins Gespräch, lachten und lauschten der Musik der Band Global Music Player, die zwischendurch für Unterhaltung sorgte. „Es ist sehr familiär, und die Frauen sind offen“, freute sich Regina Herdt über die Atmosphäre. Man merke, dass es den Frauen am Herzen liege, kulturelle Kontakte aufzubauen. „Ich bin hier, um Kontakte zu knüpfen und Flüchtlingen bei der Integration zu helfen. Die gegenseitige Hilfe und Unterstützung ist sofort im Gange“, erzählte Regina Herdt weiter. „Die Frauen sind alle sehr nett“, stimmte auch Renate Rösner zu. Alle hätten sich gut verstanden und man würde gerne wieder kommen, betonte sie.

Organisiert wurde das Frühstück von Bojana Fee Stock. Die 19-Jährige, die während ihres Bundesfreiwilligendienstes bei Ibis arbeitet, zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Erfolg: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele Frauen kommen.“ Entstanden war die Idee für ein Frühstück nur für Frauen aber nicht erst im Zusammenhang mit dem Weltfrauentag. Das täglich geöffnete Café des Ibis werde hauptsächlich von Männern besucht, so Bojana Fee Stock. Rückmeldungen hätten gezeigt, dass Frauen sich daher im Café eher unwohl fühlen. „Daraus ist der Gedanke entstanden, dass speziell etwas für Frauen gemacht wird. Denn wir solidarisieren uns auch mit Frauen.“ Die Chancen für eine Wiederholung schätzt Bojana Fee Stock gut ein.

Das Oldenburger Frauenforum hatte in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro und der Stabstelle Integration der Stadt am späten Sonnabendnachmittag Frauen aller Nationen zu einem Frauenfest in die Freizeitstätte Bürgerfelde, Alexanderstraße 209, eingeladen.

Unter der Überschrift „Begegnungen“ sorgte ein buntes Programm für Unterhaltung: So gab es A-cappella-Darbietungen der Gruppe „drei zu zwei“ und dem Ensemble „Paraplü“. Außerdem waren syrische, russische und eri-treische Gesangsdarbietungen sowie Musik aus dem Iran zu hören. Als Beitrag vom Balkan gab es Kreistänze.

Im Frauenforum sind das Autonome Frauenhaus, der Internationale Frauentreff der Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld, das Gleichstellungsbüro der Stadt, das Feministische Referat der Universität, die Städtegruppe von Terre des Femmes, Wildwasser, die Gewerkschaft Verdi, das Zentrum für Frauen-Geschichte, das Medienbüro und engagierte Einzelfrauen vertreten. Es setzt sich dafür ein, Frauenrechte einzufordern.


Mehr Infos unter   www.ibis-ev.de 

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