Kolumbientag:
Regenwald-Projekt erfährt großen Zuspruch

Jugendliche hatten Veranstaltung geplant – Unverständnis für Absage an Agenda-Gruppe

Oldenburg Mehr als 300 Besucher kamen am Sonntag ins PFL zum Kolumbientag. Einerseits um die ausstellenden Organisationen und das Land Kolumbien kennenzulernen, anderseits um vor allem einem bestimmten Projekt Rückenwind zu geben: Die Agenda-Gruppe Kolumbien, der zuletzt die Unterstützung der Stadtverwaltung entzogen wurde (NWZ  berichtete), freute sich über großen Zuspruch.

„Die Resonanz der Leute ist total klasse“, meinte Andrea Laverde von besagter Gruppe. Es gab so viele Fragen, dass sie spontan einen Vortrag über ihre Pläne hielt. Dabei erfuhren die Zuhörer erneut, dass das Bundesministerium für Entwicklung 500 000 Euro für ein Regenwald-Projekt im kolumbianischen Solano bewilligt hat – wenn eine deutsche Kommune die Verantwortung für die sachgerechte Verwendung des Geldes übernimmt. Oberbürgermeister Gerd Schwandner hat diese Rolle für Oldenburg (das 20 000 Euro für Verwaltungsaufwendungen erhalten würde) abgelehnt.

Laverde äußerte noch einmal ihren Ärger und ihre Enttäuschung über diese Entscheidung. Wenn dieses Projekt hier nicht klappe, „wäre das bitter und traurig für Oldenburg“, zumal die Stadt selbst nichts bezahlen müsste. Besonders monierte sie, dass es bisher keine Begründung aus der Verwaltung gab. Das Kopfschütteln ihrer Zuhörer zeigte, dass sie mit dem Unverständnis nicht alleine war.

Positiv erwähnte Laverde die „großartige Unterstützung der Politik“, da sich SPD, Grüne, Linke und Piraten des Themas angenommen haben. Eine Unterschriftenliste, die im PFL herumging, soll nun als Argumentationshilfe für die kommende Diskussion dienen.

Unabhängig von diesen Streitpunkten wertete Ulrich Czarnotta, Geschäftsführer der „Lebenswerkstatt“, den Kolumbientag als Erfolg. Eine Gruppe von zwölf Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen im Alter von 17 bis 22 Jahren hatte die Veranstaltung maßgeblich organisiert. Das klappte so gut, dass es Czarnotta selbst überraschte. „Ganz herausragend“ fand er diese Leistung.

Verschiedene Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen waren der Einladung gefolgt und stellten ihre Arbeit vor. Es gab bebilderte Reiseberichte, die Band „Latino Total“ sorgte für Musik und die Gruppe „Cordão de Ouro“ zeigte, wie man Capoeira tanzt. Zahlreiche Preise gab es bei einer Tombola zu gewinnen. Zudem wurden Kunstwerke unter den Besuchern versteigert. Die Einnahmen aus den Aktionen kommen den beteiligten Organisationen zugute.

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Patrick Buck

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Kolumbientag
Regenwald-Projekt erfährt großen Zuspruch
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