NWZonline {{SHARING.setTitle("Probebühne schweißt eng zusammen")}}

Junges Staatstheater:
Probebühne schweißt eng zusammen

Oldenburg Dumpfe rhythmische Töne dringen durch die Tür, die mit einem Schild „Schuhe bitte ausziehen“ versehen ist. Zehn Paar Socken laufen den schwarzen Raum hoch und runter, hoch und runter. Bis ein Paar stehen bleibt und von den übrigen wieder abgeholt wird.

„Schule. Spiel. Theater“ heißt das Projekt des Jungen Staatstheaters, das sich zum Ziel gesetzt hat, alle Bevölkerungsschichten für das Theater zu begeistern. Seit drei Jahren stellt das Theater gemeinsam mit wechselnden Klassen Stücke auf die Beine. Derzeit nimmt eine Klasse der Integrierten Gesamtschule Kreyenbrück und das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte an dem Programm teil.

Auch die Berufseinstiegsklasse Farbtechnik des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung (BZTG) trifft sich seit Oktober jeden Dienstag, um ihr schauspielerisches Können zu verbessern. „In dieser Klasse haben wir viele Jugendliche, die die vorherige Schule abgebrochen haben. Schüler mit Migrationshintergrund, die die deutsche Sprache noch nicht perfekt beherrschen“, erklärt Theaterpädagogin Hanna Paku. Sie ist jede Woche bei den Proben dabei und unterstützt die 16- bis 20-Jährigen gemeinsam mit der Deutsch- und Beratungslehrerin Margit Ostern bei der Themenumsetzung. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Schüler von Woche zu Woche sowohl im Spiel als auch sprachlich verbessern“, sagt Ostern.

Die Geschichten von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ dienen als Leitfaden. „Wilhelm Busch hat vieles mit den jungen Menschen dieser Klasse gemeinsam. Er hat auch vieles abgebrochen und unzählige Neustarts vollzogen“, berichtet Ostern. „Die Schüler können sich mit ihm und den Geschichten identifizieren.“

Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Lionsclub Lambertus. „So können wir zum Beispiel als Gruppe ins Theater gehen und auf andere Weise das Schauspiel erleben“, so Ostern.

Doch das gemeinsame Spiel dient nicht nur der Integration in die Theaterwelt, es schweißt die Gruppe vor allem zusammen. „Wenn jemand krank ist, kommt er hierher, um bei der Gruppe zu sein. Die wollen das wirklich gemeinsam durchziehen und am Ende auf der Bühne zeigen, was sie gelernt haben“, sagt Ostern stolz.

Nicht nur sie ist begeistert. Besonders die Schüler freuen sich abseits des Klassenzimmers zusammen etwas zu schaffen. Schülerin Alya (20) erklärt ihr Gefühl beim Schauspiel: „Wir schaffen hier Vertrauen untereinander. Und wir können während des Spiels alles Schlechte vergessen, was wir im Herzen tragen.“ Alya spielt an diesem Probetag eine Marionettenspielerin, die ihre Mitschüler tonlos und nur zum Klang der Musik an unsichtbaren Fäden führt. Die Mitschüler schauen gebannt zu und die Stille der anderen macht deutlich wie berührt sie sind. „Man lernt hier selbstbewusster zu sein“, sagt Erik (16). Er und seine Mitschüler wollen am liebsten noch viel mehr Stunden im Staatstheater verbringen, um für ihre große Premiere in der Exerzierhalle am 16. Januar zu üben. Auch nach Abschluss des Projektes wollen viele der Schüler weiterhin auf der Bühne stehen.

Margit Ostern möchte auch in Zukunft Jugendliche und Theater zusammenbringen. „Im nächsten Jahr würde ich gerne mit Flüchtlingen arbeiten und ihnen mit Theater ein besseres Gefühl geben.“

Oldenburg
Bild zur News: Gina Solera – So lebt es sich als  Oldenburger Dragqueen

Nwzplay-Serie „kurzgeschnackt“
Gina Solera – So lebt es sich als Oldenburger Dragqueen

Seit seinem Amtsantritt im September besucht NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann Menschen in der Region. In der neuen Folge stellt sich Draqueen Gina Solera vor und plaudert aus dem Nähkästchen. Die Themenvielfalt reicht von Schminktipps bis zum Rotlichtviertel.

Oldenburg
Bild zur News: Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

„deine Freunde“-Konzert In Oldenburg
Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

So eine Absage hat es in der Kulturetage noch nie gegeben: Eigentlich sollte das Konzert am 18. Dezember stattfinden. Doch es sind zu viele Karten verkauft worden. Nachholtermin ist am 30. Juni 2017 an einem anderen Ort.

Oldenburg
Bild zur News: EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Offshore-Projekt vor Borkum
EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Partner des Oldenburger Energieversorgers ist ein Stadtwerke-Konsortium. 32 Windräder sollen errichtet werden, das gesamte Investitionsvolumen liegt bei 800 Millionen Euro.

Garrel
Bild zur News: Brand im Café House

Feuerwehr-Einsatz In Garrel
Brand im Café House

Vermutlich ist ein Adventsgesteck in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.

Oldenburg/Rastede
Bild zur News: Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Testspiel Gegen Vfb
Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Der Regionalligist testet parallel zu den Stadtmeisterschaften gegen die Bremer. Sechs Tage vor ihrem Duell mit dem BVB treffen die Hanseaten am 15. Januar ab 14 Uhr in Rastede auf die Oldenburger.

Harpstedt
Bild zur News: 50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Harpstedter Kreuzung
50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Drei Fahrzeuge waren kollidiert. Die Kreuzung wurde zeitweise voll gesperrt – was im Ortskern des Fleckens teilweise zu einem Verkehrschaos führte.

Oldenburg
Bild zur News: Es war nicht das erste Mal

Falscher Polizist In Oldenburg
Es war nicht das erste Mal

Eine 18-Jährige ist in der Nacht zu Dienstag von einem Mann, der sich als Polizist ausgab, sexuell missbraucht worden. Jetzt hat sich ein 15-Jähriger bei der Polizei als weiterer Zeuge gemeldet. Der Vorfall hat sich bereits Ende September zugetragen.

Delmenhorst/Landkreis
Bild zur News: Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Polizei im Kreis Oldenburg
Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Die beiden jungen Männer sind jetzt auf frischer Tat ertappt worden. Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass die Heranwachsenden vermutlich für 13 weitere Einbrüche in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg verantwortlich sind.

Brake
Bild zur News: Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Tödlicher Unfall In Brake
Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte zu Unglück in der Weser, so die Ermittler. Großes Lob der Polizei gibt es für die Rettungskräfte.