Hallenfußball:
Fitter Ailton trifft wie zu besten Zeiten

Werder-Auswahl gewinnt Turnier der Traditionsmannschaften – Rolfes bester Feldspieler

Das Aus des VfB Oldenburg sorgte für einige Misstöne. 4870 Zuschauer sahen das Spektakel in der großen Arena.

Oldenburg Er habe zuletzt an seinem Wohnort in Mexiko etwas für die Fitness getan, erzählte Werder Bremens ehemaliger Profi Ailton am Sonnabend beim Hallenfußballturnier der Traditionsmannschaften in Oldenburg. Die 4870 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften großen EWE-Arena sahen, wie sehr dieses Programm anschlägt: Mit einem tollen Auftritt und acht Toren schoss der 42-jährige Brasilianer die Bremer Auswahl zum Turniersieg.

Mit 5:4 setzte sich die Werder-Truppe im Finale gegen Bayer Leverkusen durch, das vor allem dank der hervorragenden Leistung von Ex-Nationalspieler Simon Rolfes bis ins Endspiel um den „Cup der Öffentlichen Versicherungen“ vorgedrungen war. Ailton und Rolfes teilten sich schließlich auch den Titel des Torschützenkönigs, Rolfes wurde zudem als bester Feldspieler ausgezeichnet. Zum besten Torhüter wurde Stanley Menzo gewählt, der mit Ajax Amsterdam den dritten Rang belegte. Im Neunmeterschießen um jenen Platz setzten sich die Niederländer mit 4:3 gegen den VfB Oldenburg durch.

Dass der Gastgeber im Halbfinale mit 3:4 an den Bremern gescheitert war, hatte bei sonst hervorragender Stimmung für einige Misstöne und Pfiffe in der Halle gesorgt. In den Schlusssekunden der Partie flog der Ball beim Stand von 3:3 über die Bande. Mit einem eilig hineingeworfenen Ball wurde dann weitergespielt. Der gerade nicht auf dem Feld aktive VfB-Spieler Timo Ehle bückte sich nach dem zuvor ins Aus geflogenen Ball und warf ihn zurück ins Feld – offenbar ohne bemerkt zu haben, dass bereits weitergespielt wurde. Schiedsrichter Peter Hatzler wertete das als Unsportlichkeit, da durch den zweiten Ball im Spiel der laufende Werder-Angriff unterbrochen wurde. Er verhängte eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Ehle, da dieser aber gar nicht auf dem Feld stand, musste VfB-Stürmer Hakan Cengiz stattdessen den Platz verlassen. Aus dem folgenden Freistoß für Werder entwickelte sich das 4:3 durch Ailton. „Da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, sagte VfB-Teammanager Michael Richter: „Wir wären natürlich gern ins Finale gekommen.“

Bei der Siegerehrung war Ailton, der auf dem Feld hochkonzentriert aufgetreten war, dann wieder in seinem Element. Er scherzte mit Johan Micoud, seinem einst kongenialen Passgeber im Bremer Spiel. „Mit dem Werder-Trikot habe ich immer Titel geholt“, freute sich der Brasilianer über den Pokal: „Grün-Weiß ist meine Farbe.“ Bremens Torwart Oliver Reck hingegen wollte dem ersten Platz nicht zu viel Bedeutung beimessen. „Da haben wir mit der Mannschaft schon wichtigere Titel gewonnen“, meinte der 50-Jährige und ergänzte: „Aber wir hatten hier jede Menge Spaß.“

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Fitter Ailton trifft wie zu besten Zeiten
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11.01.2016
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