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Trotz Regens glückliche Gesichter im Ziel

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Oldenburg Marathon:
Trotz Regens glückliche Gesichter im Ziel

Oldenburg Durch Zurufe und Klatschen unterstützt, liefen am Sonntag rund 4000 Läuferinnen und Läufer am Schlossplatz über die Zielgerade. Dabei wurden sie vom Zielsprecher Heino Krüger in Empfang genommen, der schon einige Jahre beim Oldenburg Marathon dabei ist. Neben zahlreichen Laufgruppen aus Deutschland und Nachbarländern begrüßte Krüger sogar Läufer aus Südamerika im Ziel.

Um diesen Oldenburg Marathon so durchführen zu können, bedarf es zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Dieses Jahr haben wir 250 Frauen und Männer vom Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr und der Polizei, die sich um die Streckenabsperrung kümmern. Hinzu kommen 305 freiwillige Helfer aus Vereinen sowie Einzelpersonen“, weiß Erik Rosenhöfel vom Organisationsteam, der selbst im Laufverein Laufrausch aktiv ist. Angesichts der Wetterlage und der Herbstferien ist Rosenhöfel mit dieser Resonanz zufrieden. „Vor vier bis fünf Jahren hatten wir auch so ein verregnetes Wochenende. Danach war ich in Sorge, für das Folgejahr keine Freiwilligen finden zu können. Doch glücklicherweise kamen fast alle wieder“.

Ein Großteil der Freiwilligen sei bereits seit dem ersten Jahr dabei. Oft wissen die Vereine deshalb schon im Frühjahr, wenn Rosenhöfel das erste Mal Kontakt aufnimmt, wie viele Mitglieder sie stellen. So sind die Helfer der Oldenburger Laufvereine, der DLRG, des Rudervereins, der Oldenburger Knights (American Football), der Magic Sistas (Cheerleader) und der Oldenburger Outdoors fester Bestandteil.

Ungeteilt ist die Freude über den Marathon und die damit verbundenen Straßensperrungen nicht. An den Absperrungen müssen sich Helfer immer wieder mit Autofahrern verständigen, die sich über Umwege ärgern. Die Veranstalter sollten mehr an ältere Menschen denken, denen der Wegfall der Busse zu schaffen mache, sagt eine Frau. Sie habe nur mit Mühe den gewohnten Sonntagsgottesdienst erreicht.

Die Helferinnen Sabine Haupt und Tanja Jacob haben sich bei Kilometer sieben platziert. Beide sind seit sechs Jahren durch ihren Firmenlauftreff dabei. „Nächstes Jahr würde ich gerne selber einmal laufen. Wenn man sich die Läufer anschaut, inspiriert einen das“, schwärmt Sabine Haupt.

Auch Wolfgang Krex vom SV Ofenerdiek ist Helfer. „Ich habe heute morgen bereits den Zehn-Kilometer Citylauf mitgemacht und nun helfe ich bei dem Verteilen der Getränke“, berichtet Krex. Auch wenn das trübe und regnerische Wetter für die Helfer und Zuschauer wenig einladend ist, so ist es für die Läufer recht erträglich. „Vor dem Start ist der Regen unangenehm. Aber während des Laufs ist Nieselregen deutlich besser auszuhalten als pralle Sonne; abgesehen davon wenn man Brillenträger ist“, lacht Krex. Der ab Mittag angekündigte stärkere Regen, dem Erik Rosenhöfel mit Sorge entgegensah, blieb zum Glück aus. Und so sieht man auf der Zielgeraden in viele glückliche Gesichter der Läuferinnen und Läufer, die von Familienangehörigen und Freunden bejubelt werden. Auch die Helfer feuern die Läufer eifrig an. Selbst nach stundenlangem Dienst rufen sie jedem Sportler etwas zu und applaudieren.

Viele der über 555 Helferinnen und Helfer sind von sieben Uhr am Morgen bis 16 Uhr im Dienst. Einige helfen beim Abbau, der bis 18 Uhr dauert. Eines ist für viele Helfer sicher: Sie sind nächstes Jahr wieder dabei.


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