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Ewige Rivalen Bei Einwohnerzahl:
Osnabrück zieht mit Trick an Oldenburg vorbei

Oldenburg 165.626 zu 165.101: Diese nackten Zahlen aus der Einwohnerstatistik bedeuten, dass Oldenburg Ende 2015 einwohnermäßig hinter den ewigen Rivalen Osnabrück zurückgefallen ist – und nun nach den unangefochtenen Erstplatzierten Hannover und Braunschweig auf dem undankbaren vierten Platz der größten Städte Niedersachsens liegt.

Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Giesert (CDU) konnte sich angesichts der Zahlen im NDR-Fernsehen einen Seitenhieb nach Oldenburg nicht verkneifen: Es sei natürlich schöner auf dem Siegertreppchen zu stehen, als daneben, sagte er.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht die Sache gelassen: „Ich gönne Osnabrück den kleinen statistischen Erfolg, da sind wir ja großzügig. Aber ich glaube die Nummer eins im Weser-Ems-Gebiet ist von jeher die Stadt Oldenburg. Von daher brauchen wir da nicht frotzeln, das nehmen wir ganz gelassen“, teilte er am Freitag der NWZ  mit.

Osnabrück legte 2015 ein heftiges Wachstum hin: So verzeichnete die Stadt nach einem Bericht der „Osnabrücker Zeitung“ einen Bevölkerungsgewinn von 6297 Einwohnern mit Hauptwohnsitz. Betonung auf Hauptwohnsitz: Die Stadt hat eine Zweitwohnungssteuer eingeführt, die viele Menschen, die seit langem in Osnabrück wohnen davon „überzeugte“, ihren Hauptwohnsitz in der Stadt anzumelden (um die Steuer zu umgehen). 2400 Einwohner mehr habe das statistisch gebracht, sagte Osnabrücks OB Giesert dem NDR. Ohne diesen „Zuwachs“ läge Osnabrück weiter auf Platz vier.

Ein Trick? Mancher sieht es so. Immerhin: In Oldenburg gibt es keine Überlegungen, es dem Rivalen gleichzutun. Man gehe seit Jahren einen anderen Weg, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke am Freitag der NWZ . Studierende erhalten in Oldenburg 100 Euro (es waren mal 150), wenn sie sich mit erstem Wohnsitz in Oldenburg anmelden.

Gut investiertes Geld: Bei der Berechnung der Zahlungen aus dem interkommunalen Finanzausgleich in Niedersachsen schlägt jeder Einwohner früheren Angaben zufolge mit 700 Euro zu Buche.

Wegen dieses „Begrüßungsgeldes“ würde eine Zweitwohnungssteuer in Oldenburg nicht viel bringen, hat eine Berechnung im Finanzressort ergeben. Mit Zweitwohnsitz würden sich hauptsächlich Studierende anmelden, und die täten das inzwischen kaum noch. Daher würde man mit einer Steuer wohl nur 500 Menschen „überzeugen“.

Zudem hat Krogmann jüngst betont, dass Wachstum auch eine zweite Seite hat: Wohnungen und Infrastruktur müssten ausgebaut werden. Das sei teuer – und für mehr Wohnungen müsse möglicherweise auch auf Flächen gebaut werden, die bislang dafür nicht vorgesehen sind.

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