Sorge Um Sicherheit:
Oldenburger Polizistin fürchtet den Sommer

Mit großen Bedenken sieht die Beamtin aus Oldenburg der warmen Jahreszeit entgegen, wenn Frauen leicht bekleidet unterwegs sind und auf junge ausländische Männer treffen. Das Begrapschen von Frauen stehe kaum unter Strafe, sagt sie.

Oldenburg Frauen als Freiwild? Eine Oldenburger Polizistin (Name der NWZ  bekannt) fürchtet um die innere Sicherheit der Gesellschaft. Mit großer Sorge sieht sie dem Sommer entgegen, wenn Frauen leicht bekleidet unterwegs sind und auf junge ausländische Männer treffen, „die allein schon wegen ihres Alters einen Testosteronüberschuss haben und bei ihrer Ankunft in Deutschland ein Faltblatt in die Hand gedrückt bekommen, in dem sie darauf hingewiesen werden, dass in Deutschlands alle Menschen gleich sind – sogar Frauen“. Mehr nicht.

Diese Männer kämen zum Teil aus Ländern, in denen sie außer ihrer Mutter noch keine unverschleierte Frau gesehen hätten. Strafen für sexuelle Belästigung hätten sie in Deutschland – trotz entgegengesetzter Beteuerungen der Politik – kaum zu fürchten. Fakt sei, dass Asylbewerber nur abgeschoben werden könnten, wenn sie zu einer Haftstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt würden. „Kein Gericht verhängt so eine Strafe für das Begrapschen von Frauen. Dafür gibt es nicht einmal eine Bewährungsstrafe, die uns jetzt ja – zur Beruhigung der erhitzten Gemüter – als Strafverschärfung in Aussicht gestellt wird“, schreibt die Polizistin.

„Die Leidtragenden sind die Frauen“, erklärt sie weiter, „die sich nirgendwo mehr unbeschwert und frei bewegen könnten, ohne ständig auf der Hut zu sein“.

Als Polizistin sei sie täglich konfrontiert mit der wachsenden Respektlosigkeit in der Gesellschaft, die ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen entgegengebracht werde. Diese wachsende Respektlosigkeit gegenüber den Beamten sei auch in Oldenburg in den vergangenen Jahren zu beobachten gewesen.

Sie selbst sei weder als Polizistin noch als Frau bedrängt worden: „Das ist eine Frage des Auftretens. Ich persönlich sehe mich nicht in der Opferrolle.“

Von der Politik fühlten sich viele Polizisten im Stich gelassen, sagt sie. Dabei hätten die Beamten vor dem Kölner Hauptbahnhof engagiert ihre Arbeit geleistet und durch ihr besonnenes Verhalten trotz erheblicher Provokationen Schlimmeres verhindert. Nun seien es die Polizisten, die die Folgen der aus ihrer Sicht verkorksten Asylpolitik ausbaden müssten. – Was ist nun zu tun? Die Polizistin zuckt mit den Schultern.

Leserkommentare

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  timruttke 29.02.2016, 14:10:41
@ oldenburger

Netter Versuch, eine Polizistin, die ihre Arbeit ernst nimmt, in die rechte Ecke zu stellen. Wird bloß nicht klappen, denn auch deren Vorgesetzte wissen Bescheid. Was sich in der letzten Zeit in Köln, Kiel und in verschiedenen Schwimmbädern abgespielt hat, ist wohl völlig an Ihnen vorbeigegangen?

Übrigens, wußten Sie schon, dass Sie ein "Rassist" sind? Sie gehen nämlich ganz selbstverständlich davon aus, dass der mitteleuropäische Umgang mit Frauen auf der ganzen Welt zu gelten hat. Aber es gibt auch Kulturen, in denen die Frau nicht viel zu melden hat. Ja, wirklich! Schon mal darüber nachgedacht?
  andrewestie 26.01.2016, 09:25:00
Das den Polizisten Respektlosigkeit gegenüber gezeigt wird, haben diese m.E. aber selbst zu vertreten.

Einige - insbesondere die jungen Polizisten - sind ja gerade zu auf einem hohen Ross der Superlative unterwegs und denken sie seien was besseres als alle anderen.

Ich habe da lieber Kontakt zu den älteren Kollegen der Polizei. Diese kommunizieren immerhin höflich und gesittet mit einem.
  wechloy2 26.01.2016, 07:03:12
Angel Merkel ist in einer politisch Rechten Partei, wo ist da das Problem. Wir haben doch freie Wahlen.
Helmut Kohl war auch rechts, daher sind auch die Russlanddeutsche gekommen. Und seit dem sind die Beschäftigungsverhältnisse im Niedrieglohnsektor stark angestiegen. Darüber hat sich bis zum heutigen Tage niemand aufgeregt.

  Oldenburger 25.01.2016, 22:09:17
Diese "Bedenken" wurden doch schon einmal geäußert.

Am 14.01.2016 wurde zum Artikel "Sorge über Bildung einer Bürgerwehr in Oldenburg" hier in NWZonline vom >julian154< geschrieben - Zitat:
"Alle, die sich "Sorgen" machen, sollen mal in die Zukunft schauen, und sich ausmalen, welche Zustände wir an Sommertagen in Schwimmbädern, Badeseen und öffentlichen Parkanlagen haben werden und sich darüber Sorgen machen."

Im Verlaufe der Berichterstattung zu den Bürgerwehren wurde festgestellt, das sich dahinter offenbar Menschen mit rechten Tendenzen verstecken. Ich würde jetzt gerne wissen, wie diese Polizeibeamtin eingeschätzt werden muss; ist diese Beamtin möglicherweise auch politisch rechts einzuordnen?!
Weiß ihr Dienstherr davon? es ist ja immerhin nichts neues, das bei Polizei, Bundeswehr usw. auch Personen mit dieser Einstellung ihren Dienst tun.

Ich denke, hier ist der Artikel gewaltig nach hinten losgegangen.


  Oldenburger 25.01.2016, 22:08:23
@ wechloy2

Ihre Auffassung dazu ist bemerkenswert
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Über den Autor

Thomas Husmann

Redakteur
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http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/polizeibeamtin-fuerchtet-den-sommer_a_6,0,3358316031.html
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