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Prostitution In Oldenburg:
„Verkehrs-Räume“ in den eigenen vier Wänden

Oldenburg Kaiserstraße, Nadorster Straße, Cloppenburger und Hundsmühler Straße. Das sind die Hauptzentren der Oldenburger Prostitution. Zumindest die bekannten. Tatsächlich gibt es deutlich mehr „Verkehrs-Räume“ – neben Wohnwagen an Autobahnausfahrten sind dies beispielsweise rund 50 bekannte und so genannte „Modellwohnungen“ und auch private Gemächer.

Echte Zahlen zum Gewerbe in dieser Stadt gibt es keine; Polizei und Hilfsdienste kennen zwar ihre Zielgruppen, aber eben doch nur einen kleinen Teil davon. So offensichtlich die Prostitution in der Stadt ist, so dunkel ist die Ziffer jener, die ihrem Job in inoffiziellem Rahmen nachgehen: Rund 350 Frauen, so schätzt die Polizei ganz grob, arbeiten in Oldenburg als Prostituierte. Wohl mehr als 70 Prozent haben nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, heißt es, kommen aus Bulgarien, Rumänien, aber auch aus Polen und dem Baltikum.

Schnittmengensuche

Meike Dikosso, Leiterin des städtischen Fachbereichs „Soziale Beratung“, geht von einer deutlich höheren Prostitutionsdichte in dieser Stadt aus. Sie sagt: „Dieses Gewerbe gibt es seit Jahrtausenden – wir können und wollen es nicht vollends bekämpfen, aber die Frauen doch bei Problemen unterstützen“, und: „Die Stadt hat für alle Bürger eine soziale und gesundheitliche Fürsorge zur Aufgabe.“

Eigens dafür wird in etwa einem Monat ein riesiger Runder Tisch einberufen. Mit dabei: Straßensozialarbeiter, Aids-, Drogen-, Jugend- und Obdachlosenhilfe, Polizei, Präventionsrat, Schuldnerberatung und viele andere. Welche Erfahrungen hat der eine gemacht, was weiß der andere? Aus etwaigen Schnittmengen könnten nicht nur Synergien in der Beratung ausgelesen und genutzt, sondern auch ordnungsrechtliche Fragen und finanzielle Anforderungen geklärt werden.

Hauptgrund für diese Zusammenkunft ist der Sozialdienst Katholischer Frauen Oldenburg (SkF). Der hatte zum Jahresende 2015 die Stadt mit einem Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung eines Projektes in eben diesem Milieu überrascht – war aber gleichsam gescheitert, weil spätestens Mitte 2017 ohnehin ein neues, verschärftes Prostituiertenschutzgesetz greift. Dies wollte sich die Stadt erst einmal genauer anschauen.

Mehrheitlich gezwungen

Ein Teil dessen sieht eine verpflichtende Gesundheitsberatung vor. Prostituierte sollen sich bei der Behörde anmelden, eine Kondompflicht für Freier eingeführt werden. Dass in der Szene die Angst vorherrscht, der vermeintlich erweiterte „Schutz“ der Frauen durch Kontrollen und Outings könnte sie eher in die Illegalität zwingen, steht da zunächst auf einem anderen Blatt.

Jene Gesundheitsberatungen, für die sich der SkF stark macht, laufen unter dem Stichwort „Frauenzimmer“. „Alle Angebotsbestandteile sind so konzipiert, dass sie den Hilfesuchenden die Möglichkeit lassen, in einer ersten Phase anonym zu bleiben“, heißt es in diesem Konzept, „die Angst, dem Umfeld, Behörden und Ämtern gegenüber als Prostituierte bekannt zu werden, muss erst überwunden werden, bevor die Frauen sich auf eine abgestimmte, gemeinsame Hilfeplanung einlassen können.“

Denn der SkF geht davon aus, dass die Prostitution mehrheitlich nicht freiwillig, sondern gezwungenermaßen (über Partner, Zuhälter oder Freunde) erfolgt. Körperliche und psychische Probleme auf der einen, prekäre Wohnverhältnisse, Schulden, aufenthaltsrechtliche Sorgen, auch Gewalt sind da die Hauptthemen. Die Prostituiertenhilfe des SkF will eng mit Beratungsstellen zusammen arbeiten, „um den Frauen die notwendigen Hilfen zur Stabilisierung und letztlich zum Ausstieg anbieten zu können“, heißt es.

Strafverfahren wegen des Verdachts auf Menschenhandel oder Zuhälterei gibt es hier tatsächlich nur ganz vereinzelt. „Frauen geben fast immer an, dass sie die Tätigkeit freiwillig ausüben“, heißt es von der Polizei, „da sie sich jedoch fast immer in Begleitung von männlichen Personen – oftmals aus dem selben Herkunftsland – befinden, ist davon auszugehen, dass diese Personen auf die Frauen `,aufpassen’“. Das Betätigungsfeld ist ein weites, die Strafbarkeit damit vor allem im Bereich der Vermutung angesiedelt. Grundsätzlich sei das Rotlichtmilieu „nicht problematisch“, so die Behörde.

Gemeinsame Ideen

Der SkF sieht für sein Projekt eine aufsuchende Hilfe in Form eines Beratungsbusses vor, der sechsmal wöchentlich an den Brennpunkten im Stadtgebiet Halt machen und den Frauen gleichermaßen Halt geben würde. Ob es zu diesem oder einem ähnlichen Szenario kommen mag, wird auch der Runde Tisch zeigen.

„In Oldenburg haben wir bereits zu vielen verschiedenen Themen die Erfahrung gemacht, dass es bei einer Stadt in dieser Größe sehr sinnvoll und zielführend ist, gemeinsam Ideen zu entwickeln, zu reflektieren und dann in die Umsetzung zu gehen“, so Dikosso. Die Zusammenkunft diene als „möglicher Start für eine Netzwerkarbeit“, die eine Umsetzung der Gesetzesänderung erleichtere, aber wohl auch zur Umsetzung des Projektes Frauenzimmer „erforderlich und sehr hilfreich“ sein mag.

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