Stadtentwicklung:
Büros und Wohnen und wieder kein Hotel

Konzept für Kaiserliche Oberpostdirektion – Gastronomie im Innenhof geplant

Drei Oldenburger überzeugten die Besitzer von ihren Ideen. Der Umbau soll im Oktober starten.

Oldenburg Drei Oldenburger wollen die ehemalige Kaiserliche Oberpostdirektion am Stautorkreisel mit neuem Leben füllen. Lars Behrendt (Internet- und Werbeagentur Granny&Smith), Immobilienmakler Kai Arnold und der Innendesigner Henning Bögershausen (Noord Design) haben mit ihrem Nutzungskonzept die Bremer Eigentümer Thomas Stefes (Bauunternehmer) und Anton Brinkhege (Hotelier) überzeugt – und starten jetzt in die Vermarktung. Auf dem Sponsorentreffen des VfB Oldenburg am Montagabend stellten sie das Konzept unter dem Motto „Leben und arbeiten im Herzen von Oldenburg – Kaiserliche Post“ vor.

Die ersten Überlegungen von Stefes und Brinkhege, im Altbauteil von 1902, der seit langem leer steht, ein Hotel oder Miet-Apartments zu realisieren, sei vom Tisch, sagte Arnold. Damit ist wieder eine Hotel-Idee für die Stadt gestorben. Nun soll eine Mischung aus Gastronomie, Büronutzung und Wohnen die Brache wiederbeleben.

Für das Hochparterre zum Innenhof – dort befand sich früher die Kantine – ist Gastronomie angedacht. Dafür gebe es bereits mehrere Bewerber. Die Infrastruktur ist aus Kantinenzeiten noch vorhanden (inklusive Kühlräume im Keller), sie soll um eine Terrasse im Innenhof ergänzt werden.

Man wünsche sich von den neuen Gastronomen unter anderem einen ebenso preiswerten wie hochwertigen Mittagstisch, hieß es. Zur Poststraße (Jordan) hin sollen in das Hochparterre Läden und Dienstleister einziehen. Allerdings müsse das Erscheinungsbild eher zurückhaltend sein – aus Denkmalschutzgründen.

Der erste und zweite Stock soll mit Büros, Konferenzräumen und ähnlichen Nutzungen gefüllt werden. Hier befinden sich hohe, lichtdurchflutete Räume. Für einen der besonders repräsentativen Räume (mit großem Balkon zum Stautorkreisel) könnte sich Bögershausen auch ein Trauzimmer vorstellen. Auch die drei Oldenburger Konzeptentwickler wollen mit ihren Unternehmen hier eine neue Heimat finden.

Das Dachgeschoss mit hohen Räumen und interessanten Balkenkonstruktionen soll zu hochwertigen Mietwohnungen umgebaut werden. Wegen des Denkmalschutzes könnten hier voraussichtlich allerdings keine Fenster zur Straße hin eingebaut werden, hieß es.

Mit den Bauarbeiten zur Umgestaltung der Immobilie soll bereits im Oktober begonnen werden, kündigten die drei Oldenburger an. Ihren Angaben zufolge hatten sie sich mit ihrem Konzept direkt an Stefes und Brinkhege gewandt. Die Bremer hatten der Telekom das Gebäude (inklusive dem von der Telekom genutzten Neubau) im Januar abgekauft. Bereits damals hatten sie angekündigt, bei der Suche nach einer adäquaten Nutzung des Altbau-Teils nicht unter Zeitdruck zu stehen. Einer der Gründe: Die Telekom hat sich mit einem langfristigen Mietvertrag an den Neubauteil gebunden, in dem sich wichtige Technik für das gesamte Oldenburger Netz befindet.


     www.kaiserliche-post.de 

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http://www.nwzonline.de/oldenburg/wirtschaft/bueros-und-wohnen-und-wieder-kein-hotel_a_8,3,460036528.html
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