Kundgebung:
Gemeinsame Schritte für Menschenrechte

Oldenburger Friedensbündnis ruft zu Ostermarsch auf – Gegen Krieg, Armut und Flucht

Ostermärsche haben eine lange Tradition. Es geht um friedlichen Protest und Gedankenaustausch.

Oldenburg Ihr Anliegen ist dieses Jahr wohl ganz besonders aktuell. Das Oldenburger Friedensbündnis ruft für Sonnabend, 26. März, zur Teilnahme am Ostermarsch auf und in diesem Jahr steht die Aktion unter dem Thema „Krieg – Armut – Flucht“.

„Die Ostermärsche haben eine lange Tradition“, wie Peter Niebuhr vom Oldenburger Friedensbündnis erklärt. Ziel sei es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zu informieren. „Wir haben keine Patentlösung“, gibt Niebuhr zu, „aber wir wollen dem Verdrängungsprozess etwas entgegensetzen.“

Ulrich Glade, ebenfalls beim Oldenburger Friedensbündnis aktiv, erklärt, dass es viele Menschen gebe, die sich den Themen des Bündnisses aufgeschlossen zeigen. Oft fehle aber der letzte Schritt, um sich selbst zu engagieren und einzusetzen. Der Ostermarsch sei eine gute Gelegenheit dafür. „Auf lange Sicht erhoffen wir uns eine größere Aufmerksamkeit gegenüber Kriegsereignissen im Nahen Osten, eine Skepsis gegenüber Einsätzen der Bundeswehr und einfach eine höhere Sensibilität“, sagt Glade und fügt hinzu: „Vor allem die Waffenexporte in die Kriegsregionen müssen schnellstens unterbunden werden – gerade auch die deutschen!“

Im Friedensbündnis sind sechs bis acht Personen für das Organisieren der verschiedenen Aktionen und Kundgebungen verantwortlich. Doch statt eines starren Programms oder für alle verbindliche Ziele, gibt es einen Grundkonsens in den großen politischen Fragen wie militärischer Bedrohung und Abrüstung: Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, generell zivile Konfliktlösungen und eine umfassende Flüchtlingshilfe.

Das Friedensbündnis steht zudem mit zahlreichen lokalen Vereinen in Kontakt und fördert einen lebendigen Austausch untereinander. Und obwohl es, wie Glade sagt, auch in Oldenburg immer wieder interessante und wichtige Aktionen gebe, um auf Probleme aufmerksam zu machen, seien es insgesamt noch zu wenige, und oft seien sie auch zu wenig koordiniert.

Die Kundgebung ist daher ein wichtiger Schritt und soll zu weiteren Diskussionen anregen, wichtige Themen ins Bewusstsein rufen und ein offenes Gespräch ermöglichen.

In diesem Jahr ist der Hauptredner Friedensaktivist und Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Lühr Henken. Treffpunkt ist am Ostersamstag um 11 Uhr am Brunneneck/Lefferseck danach geht es durch die Innenstadt.

Leserkommentare

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  Oldenburger 25.03.2016, 11:04:30
Die vorangegangenen Ostermärsche haben in der Zeit von 1979 - 1983 etwas in den Köpfen bewirken können, denn da ging es um den NATO Doppelbeschluss wie auch um die Neutronenbombe.
Heute wird viel geredet und nichts verändert.
Wer sich so sehr für den Frieden einsetzt, sollte richtig hinsehen und die ausfindig machen, die uns die Einsätze der Bundeswehr im Ausland beschert haben.
Und das war die Regierung Rot/Grün (1998-2005), wobei die "Parzifistenpartei" sich extrem schnell für Einsätze der Bundeswehr im Ausland eingesetzt hat. Und wenn man sich dann vor Augen führt, das Friedensmärsche durch die Grünen initiiert werden, wird zumindest mir ganz übel.

Da sprechen diese "Parzifisten" über eine Atomwaffenfreie Welt, reden aber mit keinem Wort über Mikrowellenwaffen, die sogar im Inland eingesetzt werden sollen (um z.B. Demos aufzulösen).

Für mich zumindest ein Grund, diese "Spinner" nicht für voll zu nehmen. Sollen die Grünen sich erst einmal in Berlin vor die Türen der eigenen Partei stellen und dort fragen, warum sie denn Kriegen zugestimmt haben!

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