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Lte:
Neues Netz macht Internet noch schneller

Oldenburg Früher hatten Telefone ein langes Kabel und eine Wählscheibe. Und wer besonders modern sein wollte, bestellte sich beim Fernmeldeamt einen Apparat in grün oder rot. Heute sind Telefone multimediale Gerätschaften, mit denen man notfalls auch noch telefonieren kann. Viel wichtiger für viele Kunden ist aber die Frage, wie schnell man Daten herunterladen oder Apps nutzen kann. Und in Oldenburg geht das inzwischen viel schneller als in den meisten Teilen der Republik. Die neue Zauberformel heißt LTE (siehe Kasten).

Aus Oldenburger Sicht ist die Telekom der eindeutige Vorreiter. In etwa der Hälfte der Stadt ist LTE bereits verfügbar (auf der Karte pink), in den kommenden drei Monaten soll das Netz laut Telekom fast flächendeckend ausgebaut werden (blau). „Oldenburg gehört damit zu den ersten 60 Städten in Deutschland“, sagt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle.

Was bringt die neue Technik? Mit LTE können auf dem Mobiltelefon Daten in einer Geschwindigkeit vom 100 MBit/Sekunde heruntergeladen werden. Zum Vergleich: Das ist gut sechsmal schneller als ein schon recht fixer 16 000er DSL-Festnetzanschluss. Und die ersten (damals noch schnellen) UMTS-Internet-Handys brachten es vor acht Jahren auf Werte zwischen 1,8 und 14 MBit.

Der Fortschritt hat aber auch einen Haken. Die meisten Handys auf dem Markt können kein LTE nutzen. Nur wenige brandneue (und teure) Geräte von Samsung, LG und HTC funktionieren mit LTE. Und dazu das seit Freitag im Handel befindliche iPhone 5. Die Telekom bietet LTE als Basisdienst (ca. 42 MBit) ohne zusätzliche Kosten an. Wer LTE aber in der maximalen Geschwindigkeit nutzen will, muss einen Zusatztarif buchen.

In der Oldenburger Innenstadt funktioniert LTE bereits flächendeckend, schnell und gut. Dort, wo es noch kein LTE gibt, bucht sich das Handy automatisch wieder ins UMTS-Netz (3 G) ein.

Die neue Technik wird auch von Vodafone angeboten. Allerdings hat das Unternehmen bei der Bundesnetzagentur andere Frequenzen ersteigert. Und die sind zum Beispiel mit dem iPhone 5 nicht kompatibel. Vodafone-Kunden können LTE nur mit wenigen Geräten von Samsung und HCT nutzen. Und noch ist LTE in Oldenburg auch nicht ausgebaut.

EWE-Tel ist beim mobilen Netz Partner von Vodafone. „Für uns hat LTE derzeit keine hohe Priorität“, sagt Firmen-Sprecher Carsten Höfinghoff.

LTE ist aber nicht nur ein Thema für Handy-Besitzer. Wer einen langsamen Festnetz-Internetanschluss hat, für den kann die neue Funktechnik eine interessante Alternative sein. Dabei wird der herkömmliche Router im Haus durch eine sogenannte Speedbox ersetzt. Die empfängt die Funksignale wie ein Handy und speist sie in das heimische Wlan-Netz ein. Damit können die Verbraucher je nach Tarif mit bis zu 100 MBit surfen. Nachteil: Die neue Technik ist etwas teurer als herkömmliche DSL-Anschlüsse. Und: Die Qualität im Funknetz kann mehr schwanken, als das beim Kabel der Fall ist.

Bei der EWE ist LTE auch deshalb derzeit kein Thema. „Wir setzen weiter auf die Erdverkabelung und schnelles V-DSL“, sagt Firmensprecher Höfinghoff.

Der spanische Telefonica-Konzern mit seinen Marken O2 (Mobilfunk) und Alice (Festnetz) hat LTE zwar bereits im Sortiment. Allerdings noch nicht in Oldenburg. „Wir sind beim Ausbau von vier Städten. Weitere werden nach und nach folgen. Aktuell gibt es in Oldenburg aber noch kein LTE“, sagt Firmensprecher Markus Göbel. Und wie bei Vodafone sind auch die O2-Frequenzen nicht mit dem iPhone 5 kompatibel.

Für Besitzer des Apple-Handys gibt es aber einen kleinen Trost. Mittlerweile gibt es eine Wählscheibe als App. Damit kann man auf dem supermodernen Gerät so wählen wie einst mit den Ur-Telefonen . . .

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