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Partygäste bleiben in Glatteisnacht lieber zuhause

Nur vereinzelt Unfälle – Nachtbusse fallen komplett aus – Kritik am städtischen Streudienst

Oldenburg Das vom Wetterdienst vorhergesagte Glatteis in der Nacht zu Sonnabend hat im Stadtgebiet Straßen, Rad- und Fußgängerwege in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Trotzdem kam es nur vereinzelt zu Verkehrsunfällen, die zudem glimpflich verliefen, wie die Polizei berichtete. Offenbar waren viele Party-Gänger zuhause geblieben. „Im Stadtgebiet war es ruhiger als sonst“, hieß es auch bei der Großleitstelle. „Wir hatten keine erhöhte Zahl von Einsätzen“, sagte ein Sprecher.

Die VWG hingegen musste um 0.15 Uhr den gesamten Betrieb einstellen. Betroffen waren die Fahrten der Nachtexpresslinien. Die Kunden seien über Hinweise auf den elektronischen Anzeigen in der Stadt informiert worden, berichtete Prokurist Morell Predoehl. Bereits ab 22.45 Uhr sei der „Abstecher“ Dürerstraße nicht mehr angefahren worden, da die Busse wegen der Glätte nicht mehr wenden konnten. Ab Sonnabendfrüh sei der Betrieb wieder normal angelaufen, wobei es noch leichte glättebedingte Verspätungen gegeben habe.

Hochbetrieb herrschte in der Nacht auf Sonnabend und am Sonnabend selbst im Klinikum. „Wir hatten ungefähr 100 Patienten“, sagte eine Sprecherin der Notaufnahme am Sonntag, „viele waren auf dem Eis ausgerutscht.“

Eine erhöhte Nachfrage registrierten Taxifahrer. „Die Leute waren sehr dankbar, wenn wir vorgefahren kamen“, hieß es bei der Oldenburger Taxizentrale. „Entsprechend groß war das Trinkgeld.“ Allerdings hätten die Kollegen wegen der Glätte nicht alle Fahrten annehmen können.

Die Großleitstelle übte Kritik am Streudienst der Stadt. Die Fahrzeuge seien trotz der Bitte, in der Nacht zu streuen, erst am frühen Morgen losgefahren. Großleitstelle und Polizei hätten den Winterdienst um Hilfe gebeten. Dies sei jedoch abgelehnt worden. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg oder dem Landkreis Cloppenburg lief besser“, sagte ein Sprecher gegenüber der NWZ.

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Partygäste bleiben in Glatteisnacht lieber zuhause
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25.01.2016
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