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Bremer Heerstraße In Oldenburg:
Straße oder Radweg – was ist hier gefährlicher?

Oldenburg Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Stadtverwaltung die Radwegebenutzungspflicht auf der Bremer Heerstraße zwischen Dählmannsweg und Herrenweg aufgehoben. Das bestätigte Stadtsprecherin Denise Hollas. Grund: Die viel zu schmalen Wege an der Haupteinfallstraße rechtfertigen die Benutzungspflicht nicht. Die Änderung der Beschilderung wurde bereits in Auftrag gegeben. Zu der Frage, warum die Stadt die Änderung nicht kommuniziert hat, hieß es, man würde es lieber sehen, wenn die Radler weiter den Radweg benutzen würden.

Den Stein ins Rollen gebracht hat der Osternburger Carsten Jacobs, der sich seit Jahren darüber ärgert, dass er den schmalen Radweg benutzen muss. Er verfolgte die Berichterstattung der NWZ  über den geplanten Ausbau der Bremer Heerstraße. Verkehrsplaner Dr. Norbert Korallus hatte berichtet, dass der Zustand der Radwege auch nach dem Ausbau gerade das Mindestmaß erreiche. Jacobs schrieb der Stadt: Wenn das so sei, wäre die Pflicht beim jetzigen Zustand erst recht nicht zu halten.

Die Verwaltung gab ihm Recht. Hintergrund ist die rechtliche Lage; dem Gesetz nach sind Radler immer berechtigt, auf der Fahrbahn zu fahren. Nur wenn eine Gefahrenlage besteht, kann die Nutzung eines Radwegs angeordnet werden – doch der muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Tut er das nicht, gibt’s keine Pflicht. Auch nicht auf Hauptverkehrsstraßen.

Jacobs hält den dortigen Radweg für gefährlich: „Wenn ich dort fahre, muss ich wegen parkender Autos zwischen Fahrbahn und Radweg Abstand halten – falls mal eine Tür aufgeht. Aber dann bin ich auf dem Gehweg, wo ich auch nicht hin darf.“ Zudem sei das Fahren auf dem Asphalt der Fahrbahn bequemer für Radler. Und: „An Ampelkreuzungen bin ich auf der Fahrbahn schneller, weil Autofahrer längere Grünphasen haben, beim Linksabbiegen habe ich maximal eine Rotphase.“ Er hat Hoffnungen, dass ihm viele Radfahrer folgen: „Je mehr auf der Fahrbahn fahren, desto mehr geraten wir ins Bewusstsein der Kraftfahrer – die fahren dann grundsätzlich vorsichtiger und damit langsamer auf den Straßen“, meint er.

Polizeisprecher Mathias Kutzner bestätigt, dass die Pflichtaufhebung rechtlich alternativlos ist. Dennoch sei die Polizei besorgt: Als Hauptverkehrsader sei die Straße von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend stark befahren. Laut Kutzner habe eine bundesweite Untersuchung 2011 gezeigt, dass 86 Prozent der Radfahrer weiterhin den Radweg benutzen, auch wenn sie es nicht müssten. Kutzner sagt: „Ich persönlich fahre fast jeden Tag mit dem Fahrrad sieben Kilometer zur Arbeit. Ich gehöre ebenfalls zu diesen 86 Prozent und fühle mich auf den bestehenden Radwegen sehr viel sicherer als auf der Fahrbahn. Ich empfehle auch meinen Kindern, weiterhin die Radwege zu benutzen.“

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