NWZonline {{SHARING.setTitle("Die Stadt kämpft mit gebundenen Händen")}}

Oldenburger Gleishalle Droht Abriss:
Die Stadt kämpft mit gebundenen Händen

Oldenburg Die Eilbedürftigkeit der Deutschen Bahn, ein Bauleitverfahren für den Abriss der Gleishalle über dem Hauptbahnhof und den Neubau von Bahnsteigdächern einzuleiten, erschreckt Baudezernentin Gabriele Nießen. Die Bahn will, so kündigte Nießen im Bauausschuss an, nun wohl auch die letzten verbliebenen Fenster an den Stirnseiten der Halle entfernen lassen. Der sukzessive Rückbau des Baudenkmals wirft nach Ansicht der Dezernentin die Frage auf, ob es sich überhaupt noch um ein Baudenkmal handelt, das mehr als 100 Jahre die Bahnreisenden vor den Unbilden des Wetters geschützt hat.

Hintergrund: Bahn hält an Abriss der Gleishalle fest, NWZ, 4. März 2016

Anfang März hatte auf Einladung der Stadt ein Gespräch mit Vertretern der DB Station & Service AG zur denkmalgeschützten Gleishalle stattgefunden (die NWZ  berichtete). Die Vertreter der Deutschen Bahn AG machten dabei nach Mitteilung der Stadt darauf aufmerksam, dass der bauliche Zustand der Gleishalle sehr schlecht sei und zur Sicherheit der Fahrgäste und des Bahnbetriebs „schon Ende März Sofortmaßnahmen eingeleitet werden“ müssten, die dann zur Gewährleistung der Standsicherheit beitragen sollen.

Die Stadt als Untere Denkmalschutzbehörde werde von „DB Station und Service“ offenbar nicht ernst genommen. Die Bahn sei überzeugt, keinen Antrag für den Abriss bei der Stadt stellen zu müssen. „Die Lage ist mehr als ernst“, betonte Nießen. „Wir haben keine Druckmittel“, führte sie im Bauausschuss weiter aus. Letztlich fälle das Eisenbahn-Bundesamt die endgültige Entscheidung.

Doch zeichnet sich bei der Deutschen Bahn AG offenbar ein Einsehen ab. Sie misst der Gleishalle im Oldenburger Hauptbahnhof eine „regionale Bedeutung“ zu und versichert, diese Einschätzung bei der Frage „Neubau oder Sanierung?“ angemessen zu berücksichtigen (die NWZ  berichtete). Bahnvorstand Ronald Pofalla hatte das nach den Worten des SPD-Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde mitgeteilt. In einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube fordert Rohde eine denkmalgerechte Instandsetzung des Bahnhofsdachs und bietet der DB seine politische Unterstützung bei der Umsetzung an. Auch nach Einschätzung der CDU-Abgeordneten Barbara Woltmann gebe es Hoffnung für einen Erhalt der Gleishalle.

SPD-Ratsfrau Ursula Burdiek erklärte im Ausschuss, die Gleishalle nicht kampflos hergeben zu wollen. Das sah Grünen-Ratsherr Markus Dietz genauso. Das bedeutende Bauwerk müsse nach Möglichkeit erhalten bleiben. Grünen-Fraktionssprecher Sebastian Beer sieht öffentlichen Druck als einzige Möglichkeit, bei der Bahn etwas zu bewirken. Schließlich sei die Öffentlichkeit auch Kunde bei der Bahn.

Nießen warf ein, dass die Bahn mit der Sperrung des Bahnhofs drohe. Nun soll die Verwaltung auf Wunsch des Bauausschusses eine Resolution formulieren, in der ein Erhalt der Gleishalle gefordert wird. Diese Resolution soll möglichst einstimmig vom Rat verabschiedet werden.

Außerdem soll „Next Energy“ ein Angebot für die Installation einer Solaranlage auf dem Dach der Gleishalle vorlegen. Martin Vehse und Stephan Geißendörfer vom universitären Institut „Next Energy“ hatten ihre Ideen für eine Implementierung von Photovoltaik in das denkmalgeschützte Dach der Bahnhofsgleishalle vorgestellt.

Oldenburg
Bild zur News: Gina Solera – So lebt es sich als  Oldenburger Dragqueen

Nwzplay-Serie „kurzgeschnackt“
Gina Solera – So lebt es sich als Oldenburger Dragqueen

Seit seinem Amtsantritt im September besucht NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann Menschen in der Region. In der neuen Folge stellt sich Draqueen Gina Solera vor und plaudert aus dem Nähkästchen. Die Themenvielfalt reicht von Schminktipps bis zum Rotlichtviertel.

Oldenburg
Bild zur News: Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

„deine Freunde“-Konzert In Oldenburg
Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

So eine Absage hat es in der Kulturetage noch nie gegeben: Eigentlich sollte das Konzert am 18. Dezember stattfinden. Doch es sind zu viele Karten verkauft worden. Nachholtermin ist am 30. Juni 2017 an einem anderen Ort.

Oldenburg
Bild zur News: EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Offshore-Projekt vor Borkum
EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Partner des Oldenburger Energieversorgers ist ein Stadtwerke-Konsortium. 32 Windräder sollen errichtet werden, das gesamte Investitionsvolumen liegt bei 800 Millionen Euro.

Garrel
Bild zur News: Brand im Café House

Feuerwehr-Einsatz In Garrel
Brand im Café House

Vermutlich ist ein Adventsgesteck in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.

Oldenburg/Rastede
Bild zur News: Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Testspiel Gegen Vfb
Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Der Regionalligist testet parallel zu den Stadtmeisterschaften gegen die Bremer. Sechs Tage vor ihrem Duell mit dem BVB treffen die Hanseaten am 15. Januar ab 14 Uhr in Rastede auf die Oldenburger.

Harpstedt
Bild zur News: 50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Harpstedter Kreuzung
50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Drei Fahrzeuge waren kollidiert. Die Kreuzung wurde zeitweise voll gesperrt – was im Ortskern des Fleckens teilweise zu einem Verkehrschaos führte.

Oldenburg
Bild zur News: Es war nicht das erste Mal

Falscher Polizist In Oldenburg
Es war nicht das erste Mal

Eine 18-Jährige ist in der Nacht zu Dienstag von einem Mann, der sich als Polizist ausgab, sexuell missbraucht worden. Jetzt hat sich ein 15-Jähriger bei der Polizei als weiterer Zeuge gemeldet. Der Vorfall hat sich bereits Ende September zugetragen.

Delmenhorst/Landkreis
Bild zur News: Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Polizei im Kreis Oldenburg
Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Die beiden jungen Männer sind jetzt auf frischer Tat ertappt worden. Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass die Heranwachsenden vermutlich für 13 weitere Einbrüche in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg verantwortlich sind.

Brake
Bild zur News: Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Tödlicher Unfall In Brake
Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte zu Unglück in der Weser, so die Ermittler. Großes Lob der Polizei gibt es für die Rettungskräfte.