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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Vor Verdichtung kommt Vernichtung der Bausubstanz

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Vor Verdichtung kommt Vernichtung der Bausubstanz

Betrifft: „Furcht vor verdichteter Bebauung“ (NWZ vom 28. September)

Vor der „Verdichtung“ kommt häufig die Vernichtung...

...der alten Bausubstanz. Die im Stadtentwicklungsprogramm favorisierte Baupolitik der baulichen Verdichtung wird in der Stadt Oldenburg schon lange praktiziert. Sie führt nicht nur im Ergebnis dazu, dass Bürgerinnen und Bürger keine mehrgeschossigen Gebäude neben ihrem Ein- oder Zweifamilienhaus wünschen. Oft wird der Altbau vorher abgerissen und das Grundstück danach komplett mit Baumasse gefüllt, anstatt den Altbau stehen zu lassen und dahinter behutsam zu „verdichten“.

Dafür gibt es in Oldenburg seit Jahren zahlreiche Beispiele. Dadurch geht schleichend der besondere Charakter und Charme der Stadt verloren. In den vormals geschlossenen Reihen ansehnlicher Altbauten erscheinen zunehmend überdimensionierte Neubauten. Wo vorher ein oder zwei Wohnungen waren, entstehen mehr als doppelt so viele.

Es gibt in Oldenburg Baufirmen, die bevorzugt Häuser auf großen Grundstücken erwerben, um den Altbau abzureißen und mit einem Wohnblock neu zu bebauen unter voller Ausnutzung der Grundstücksgröße. Altbauten und Gärten weichen Neubauten mit Parkplätzen. Die Stadt unterstützt diese Entwicklung, indem sie Ausnahmen und Befreiungen von Bauvorschriften zulässt, die gerade verhindern sollen, dass es zu einer überdimensionierten Verdichtung kommt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich in der Nachbarschaft solcher Bauprojekte Unmut regt.

Es ist daher ein wichtiges Anliegen, mit einem Stadtentwicklungsprogramm auch Stadtbildpflege zu betreiben, indem erhaltenswerte Altbausubstanz erhalten bleibt und nur eine gemäßigte Verdichtung der Hintergrundstücke zugelassen wird.

Holger Ahrensdorf
Oldenburg