Bremen: Ehemaliger Chefarzt von Frühchenstation verweigert Aussage
Bremen - Der nach dem Tod mehrerer Frühchen im Klinikum Bremen-Mitte entlassene Chefarzt Hans-Iko H. hat am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss seine Aussage verweigert. Sein ihn begleitender Anwalt begründete dies mit dem laufenden Ermittlungsverfahren gegen seinen Mandaten und der Tatsache, dass H. noch nicht von der Staatsanwaltschaft vernommen worden sei. Deshalb kenne er auch nicht die konkreten Vorwürfe, die ihm gemacht werden.
Der Mediziner habe zudem vier fristlose Kündigungen von seinem Arbeitgeber erhalten, für die noch keine schriftliche Erklärung vorliege. Der Anwalt kündigte an, dass H. zu einem späteren Zeitpunkt zur Aufklärung beitragen möchte.
Auf der von H. geleiteten Frühchenstation war 2011 bei 25 Babys ein multiresistenter Darmkeim festgestellt worden, mindestens drei Frühchen starben. Der Mediziner wurde im November fristlos entlassen. Ihm werden schwere Versäumnisse vorgeworfen.
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