Papst Franziskus:
Er könnte Mutter Teresa schon bald heiligsprechen

Als „Mutter der Armen“ ist sie weltweit bekannt. 19 Jahre nach ihrem Tod soll Agnes Gonxha Bojaxhiu vom Papst heilig gesprochen werden. Einen Termin soll es auch schon geben.

Vatikanstadt Wenige Tage vor Ostern berät Papst Franziskus bei einer Kardinalsversammlung über anstehende Heiligsprechungen. Dies geht aus dem am Montag im Vatikan veröffentlichten Terminplan hervor. Bei dem Konsistorium am 15. März könnte auch der Heiligsprechungsprozess Mutter Teresas abschließend verhandelt werden.

Termin für die Heiligsprechung der Seligen Mutter Teresa von Kalkutta ist laut italienischen Medienberichten mit hoher Wahrscheinlichkeit der 4. September. Es ist der Sonntag vor ihrem 19. Todestag am 5. September 1997. Die Zeremonie wäre ein Höhepunkt im Heiligen Jahr, das Papst Franziskus dem Thema Barmherzigkeit gewidmet hat.

Franziskus hatte am 18. Dezember den Weg für die Heiligsprechung der Ordensgründerin bereitet. Vom Vatikan beauftragte medizinische Experten hatten bereits vergangenen September die Heilung eines Brasilianers von einem bösartigen Hirntumor im Jahr 2008 als wissenschaftlich nicht erklärbar beurteilt. Die Theologische Kommission im Vatikan bewertete die Genesung des damals 35-jährigen Mannes als Wunder, das auf Fürsprache von Mutter Teresa gewirkt worden sei. Mitte Dezember 2015 billigten die zuständigen Kardinäle und Bischöfe die beiden Gutachten.

Die Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa von Kalkutta ist als „Mutter der Armen“ weltweit bekannt. Als Albanerin mit bürgerlichen Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu im heute mazedonischen Skopje geboren, wollte sie schon als Schulmädchen Missionsschwester werden. Mit 18 Jahren trat sie bei den Loreto-Schwestern ein, die sie als Lehrerin nach Kalkutta sandten.

1948 verließ sie diese Gemeinschaft. In einen weißen Sari, die übliche indische Frauentracht, gekleidet, siedelte sie in eines der schlimmsten Elendsviertel von Kalkutta über, um dort das Leben der Armen zu teilen. Schon ein Jahr später konnte sie dort mit einheimischen jungen Frauen, die sich ihr anschlossen, eine Gemeinschaft bilden, die „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Für ihr Werk, das auf allen Kontinenten Fuß fasste, wurden ihr zahlreiche Ehrungen zuteil, unter anderem die Ehrenstaatsbürgerschaft der USA sowie 1979 der Friedensnobelpreis. Bereits sechs Jahre nach ihrem Tod, am 19. Oktober 2003, sprach Papst Johannes Paul II. sie selig.

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