Ingolstadt:
Härtere Gesetze für Stalker gefordert

Geiselnehmer war vorbestraft

Ingolstadt Die Geiselnahme in Ingolstadt hat eine Debatte über eine Verschärfung der Gesetze ausgelöst. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) kündigte eine Prüfung des Stalking-Paragrafen an. Dafür solle die Rechtsprechung seit Einführung des Stalking-Gesetzes im Jahr 2007 analysiert werden, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“.

„Der aktuelle Stalking-Tatbestand greift erst, wenn das Opfer durch die Tat schwerwiegend in seiner Lebensgestaltung beeinträchtigt worden ist“, hatte zuvor Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) am Dienstag gesagt. „Das müssen wir ändern.“

Ein 24 Jahre alter Mann hatte am Montag fast neun Stunden lang drei Geiseln in seiner Gewalt. Unter ihnen war eine Rathausmitarbeiterin, der er seit Monaten nachgestellt hatte. Er hatte Hausverbot im Rathaus – mit der Geiselnahme verlangte er die Rücknahme des Hausverbots. Gegen den Mann wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen. Der Richter sei dazu in das Krankenhaus gekommen, in dem der wegen Stalkings vorbestrafte Mann wegen seiner Schussverletzungen behandelt wurde.

„Schärfere Gesetze, wie von verschiedenen Politikern gefordert, werden auch in Zukunft verwirrte Personen nicht von solchen Taten abhalten“, warnte dagegen der Vorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bayern, Hans Wengenmeir.

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