700 Kilometer für Tierkauf gefahren
Pferdemarkt Dreitägiges Heimatfest in Ovelgönne „optimal gelaufen“ – Lob für die Anwohner
Reinhard Meyer nimmt in Vertretung des Hauptgewinners von Ellen Mönnich den Wert-Gutschein über 500 Euro entgegen. Noch nicht gemeldet hat sich der Besitzer des Loses 218 (Gutschein über 50 Euro). BILD: Torsten Wewer 
von Torsten Wewer
Ovelgönne - Bis nach Tübingen hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass man auf dem Ovelgönner Pferdemarkt hervorragende Tiere zu angemessenen Preisen erwerben kann. Tatsächlich hat sich ein Käufer aus der 700 Kilometer entfernten Stadt aufgemacht, um am Montagmorgen auf dem Tierschauhamm nach edlen Pferden Ausschau zu halten, berichtete Bürgermeister Thomas Brückmann während des traditionellen Abschlussgesprächs am Dienstag im Handwerksmuseum. „Der Mann ist auch fündig geworden“, freute sich Brückmann gleich noch ein bisschen mehr.
Dass „sehr gute Tiere“ aufgetrieben wurden, hätten Veterinäramt und die Händler selbst bestätigt, bekräftigte Kay Blankenstein von der Gemeindeverwaltung, der beim Pferdemarkt für das Geschehen auf dem Tierschauhamm zuständig ist. Mit 49 Ponys und 42 Pferden wurden 19 Tiere mehr als 2009 präsentiert. Natürlich fehlten Kleintiere wie Geflügel oder Meerschweinchen ebenfalls nicht.
Auf dem Tierschauhamm also ein etwas größerer Auftrieb als 2009, beim Festumzug am Sonntag dafür ein leichter Teilnehmerrückgang: 34 Wagen und Fußgruppen hat der Umzugsorganisator Rudi Schulenberg gezählt, drei weniger als ein Jahr zuvor. „Aber das hat den Umzug nicht abgewertet“, betonte Schulenberg. Im Gegenteil: Nach seinem Empfinden sei nicht nur die Qualität der Umzugsthemen noch besser geworden, sondern auch die Besucherzahlen seien höher als 2009 gewesen. „Diesmal standen sogar in den Straßen noch Leute, wo in den Vorjahren schon mal Lücken waren“, so Schulenberg. Wiederum sieben Musikzüge haben den Festmarsch begleitet.
„Optimal bebaut“ war nach Einschätzung von Liane Fitzner der Markt mit den 41 Geschäften vom Auto Scooter bis zur Schießbude. Die Marktmeisterin dankte beim Abschlussgespräch insbesondere den Anwohnern, die „sehr zuvorkommend“ gewesen seien. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bauhof sei hervorragend gewesen. Sowohl Liane Fitzner als auch Kay Blankenstein beklagten, dass wiederum einige Händler trotz Zusage einfach weggeblieben seien. Dafür seien diejenigen, die wieder den Weg ins Burgdorf gefunden hätten, umso zufriedener gewesen.
Das konnte Reinhard Krause als Verantwortlicher der Gewerbeschau von „seinen“ Ausstellern nur bestätigen. „Die Stimmung untereinander war gut“, bilanzierte Krause. Die Aussteller in und vor der Reithalle hätten sich gegenseitig geholfen, das hätten gerade die „Neulinge“ besonders zu schätzen gewusst. Mehrere Aussteller hätten bereits angekündigt, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein, berichtete Krause.
„Diese besondere Zusammenarbeit und die persönliche Betreuung durch den Bürgerverein sind die Garanten für eine erfolgreiche Gewerbeschau“, lobte auch Bürgermeister Thomas Brückmann das stets „besondere Flair“ des Pferdemarktes.
Der Rettungsdienst hatte zwar einige Einsätze, es mussten sogar Personen ins Krankenhaus befördert werden, aber unterm Strich sind alle Vorfälle glimpflich ausgegangen, berichtete Liane Fitzner. Auch der Sicherheitsdienst hatte in diesem Jahr nur vereinzelte Einsätze, ergänzte Reinhard Krause.
„Es hätte nicht besser laufen können“, zog Bürgermeister Brückmann im Namen aller Organisatoren folglich eine überaus positive Bilanz des 380. Ovelgönner Pferdemarktes. Flohmarkt, Weser-Inline-Tour, Laternenumzug – auch die ergänzenden Angebote an den drei tollen Tagen hätten die Erwartungen erfüllt.
Nun beginnen nach einer kurzen Ruhephase die Vorbereitungen für den 381. Ovelgönner Pferdemarkt im Jahr 2011. Denn „nach dem Pferdemarkt ist bekanntlich vor dem Pferdemarkt“, wie der Bürgermeister lächelnd anmerkte.
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