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Terror:
Brüssel trauert um Tote – Deutsche unter Opfern

Brüssel/Berlin Nach den Terrorattacken in Brüssel mit mindestens 31 Toten fahndet die Polizei nach weiteren Verdächtigen und Hintermännern. Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bestätigte am Mittwoch, dass es sich bei zwei Selbstmordattentätern um die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui handelt. Beide waren belgische Staatsbürger und wegen verschiedener Taten polizeibekannt. Sie standen aber nicht unter Terrorverdacht.

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufolge sei einer der Attentäter im Sommer 2015 in der Türkei als „ausländischer Kämpfer“ gefasst und abgeschoben worden. Der belgische Justizminister Koen Geens wies den Vorwurf zurück, den späteren Selbstmordattentäter fahrlässig auf freiem Fuß gelassen zu haben. Aus türkischen Regierungskreisen verlautete, dass es sich um Ibrahim El Bakraoui handele, der sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft sprengte.

Kurze Zeit später zündete der jüngere Bruder eine Bombe in der Metro-Station Maelbeek im Brüsseler Europa-Viertel. Verletzt wurden 300 Menschen. Unter ihnen sind auch mehrere Deutsche, darunter ein schwer verletzter Mann. Das Auswärtige Amt schloss auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden.

Auch der gesuchte Najim Laachraoui ist offenbar tot. Wie ein europäischer Geheimdienstvertreter und ein französischer Polizist der Nachrichtenagentur AP bestätigten, sei er einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich auf dem Flughafen in die Luft gesprengt hatten. Laachraouis DNA soll auf Sprengstoff gefunden worden sein, der bei den Pariser Anschlägen im November verwendet wurde. Ein dritter Attentäter vom Flughafen soll entkommen sein.

Nach Angaben der belgischen Behörden wird nach einer ganzen „Reihe von Personen“ noch gesucht. Im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek wurde in einer Wohnung Material zum Bau von Bomben entdeckt. Dort fand sich auch eine Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat, die sich zu den Anschlägen bekannt hat.

In Belgien gilt noch bis Karfreitag eine dreitägige Staatstrauer. Am Mittwoch gab es eine Schweigeminute in vielen Teilen des Landes.

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