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Gipfeltreffen:
G7 bereit für Dialog mit Moskau

Brüssel Die Staats- und Regierungschefs der führenden westlichen Industriestaaten (G7) kamen am Mittwochabend in Brüssel zusammen, um eine gemeinsame Position für das künftige Verhältnis zu Russland und Hilfen für die fast bankrotte Ukraine zu finden. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und der britische Premier David Cameron sind bereit, in Paris und bei der Feier in der Normandie zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie mit dem russischen Präsidenten den Dialog zu suchen.

Russlands Staatschef Wladimir Putin zeigte sich am Mittwoch bereit für Gespräche mit US-Präsident Barack Obama. „Es ist seine Entscheidung, ich bin bereit zum Dialog“, sagte der Kreml-Chef in am Mittwoch ausgestrahlten Auszügen aus einem Interview der französischen Sender Europe 1 und TF1. Er hoffe, dass die aktuelle Situation keine neue Etappe des Kalten Krieges darstelle.

Die Bundeskanzlerin unterstrich bei der Ankunft in Brüssel die Entschlossenheit des Westens, notfalls weitere Strafmaßnahmen gegen Russland zu verhängen. „Die Gruppe der G7 hat sehr gut zusammengehalten in den vergangenen Wochen“, sagte sie. Man sei zum Dialog mit Russland bereit, allerdings müsse der Kreml die Lage spürbar entschärfen. Die G7 werde „auch wieder deutlich machen, wenn das alles nicht hilft, dass dann auch weiter Sanktionen im Raum stehen“.

Nach dem Ausschluss von den Gesprächen in Brüssel will sich Moskau nun auf das größere G20-Format konzentrieren. Eine Rückkehr Russlands zur G8 stehe derzeit nicht zur Debatte, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Russland sei aber weiter bereit zur Zusammenarbeit. „Wenn es von unseren Partnern Signale gibt, dann wird es auch Themen zum Erörtern geben“, sagte Peskow. Kremlchef Wladimir Putin reist im November nach Australien zum G20-Gipfel.

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