Karriere:
Guttenberg dementiert baldige Politik-Rückkehr

Früherer Verteidigungsminister als künftiger

CSU-Parteichef im Gespräch – Offenbar Seehofers Favorit

Guttenberg hat eine Beratungsfirma in den USA. Diese Aufgabe fülle ihn „gänzlich aus“.

München Der frühere Verteidigungsminister und einstige CSU-Hoffnungsträger Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine schnelle Rückkehr in die deutsche Politik erneut ausgeschlossen. „Die Expansion meines Unternehmens füllt mich gänzlich aus“, schrieb Guttenberg, der inzwischen eine Beratungsfirma in den USA führt, in einer E-Mail an die „Süddeutsche Zeitung“.

Das Blatt zitierte Guttenberg am Montag außerdem mit den Worten: „Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen.“ Der CSU-Politiker hatte wegen Plagiaten in seiner Doktorarbeit 2011 als Minister zurücktreten müssen und war in die USA gezogen.

Unter Berufung auf nicht näher bezeichnete CSU-Kreise schrieb die Zeitung allerdings, es sei zwar nur eine, aber die von CSU-Chef Horst Seehofer „favorisierte Option“, dass Guttenberg nächster Parteichef werden und die CSU in die Bundestagswahl 2017 führen könne.

Seehofer selbst sagte dazu am Montag, er habe mit Guttenberg nicht einmal andeutungsweise über eine mögliche Kandidatur gesprochen. Über Guttenberg sagte Seehofer lediglich: „Er war und ist bereit, themenbezogen mitzuarbeiten.“ Dies gelte insbesondere für die Bereiche der Außenpolitik und der internationalen Digitalisierung.

Leserkommentare

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  lipifreund 01.03.2016, 17:52:16
... diese Absage ging aber schnell.-Barbara Klebinger

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Guttenberg dementiert baldige Politik-Rückkehr
Guttenberg hat eine Beratungsfirma in den USA. Diese Aufgabe fülle ihn „gänzlich aus“.
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01.03.2016
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