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Verbraucherschutz:
Kontrolleure sorgen sich um unser Essen

Oldenburg/Hannover Lebensmittelkontrolleure schlagen Alarm: Skandale mit Schimmel im Futter und gepanschten Nahrungsmitteln können künftig noch erheblich zunehmen. Das fürchtet Prof. Dr. Michael Kühne vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg. „Der internationale Handel ist kaum zu kontrollieren“, sagte Kühne am Dienstag vor Journalisten in Hannover. „Wir werden häufiger Schimmelpilze in Futtermitteln feststellen“, lautet seine Prognose.

„Problem-Regionen“ seien Südosteuropa und die Ukraine mit schwachen staatlichen Strukturen. Dazu sorgten ungünstige Klimafaktoren mit Starkregen und Dürreperioden für belastete Futtermittel.

Der Laves-Experte warnt aber auch vor „terroristischen und kriminellen Aktivitäten“. Es sei „leicht, Lebensmittel zu vergiften“. Eine Katastrophenübung habe Mängel auf der Abwehrseite offenbart, so Kühne: „Wir können diese Szenarien europaweit noch nicht beherrschen“. Ein weiterer Sorgenpunkt: Experten erwarten immer neue „Täuschungen“ beispielsweise bei Fleischprodukten, wenn etwa Pferdefleisch in andere Produkte gemischt wird.

Selbst die Bio-Seite bereitet Probleme. So mussten freilaufende Hühner wieder in Ställe gesperrt werden, weil sie aus belastetem Boden zu viel Dioxin aufnahmen. Der Grenzwert wurde bei deren Eiern überschritten.

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